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»Rastenburg in der Vergangenheit«

Ellingen zeigt zweisprachige Ausstellung anlässlich des 57. Hauptkreistreffens der Kreisgemeinschaft in Wesel
Im Foyer des Kreishauses Wesel: Eröffnung der Ausstellung. Bild: mef

Im Foyer des Kreishauses in Wesel am Niederrhein wurde  die zweisprachige Ausstellung über die Geschichte der Stadt Rastenburg in Ostpreußen in Anwesenheit des stellvertretenden Landrates des Kreises Wesel, Heinrich Friedrich Heselmann, und des Kreisvertreters der Kreisgemeinschaft Rastenburg, Hubertus Hilgendorff, eröffnet.
„Wir danken der Kreisgemeinschaft Rastenburg und Herrn Hubertus Hilgendorff für die Unterstützung dieses Ausstellungsprojektes. Der Dank gilt auch Frau Edith Kaes, die das Rastenburger Bildarchiv betreut und dem Kreis Wesel dafür, dass wir unsere Ausstellung im Kreishaus präsentieren dürfen.“ Dies waren die Worte von Dr. Wiesław Roman Gogan, der die vom Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen entworfene und konzipierte Ausstellung „Rastenburg in der Vergangenheit“ anlässlich des seit 57 Jahren durchgeführten Hauptkreistreffens der Rastenburger im Kreishaus in Wesel eröffnete.
48 reich illustrierte Tafeln, die im Kulturzentrum Ostpreußen aus den Entwürfen mit modernster Computertechnik zusammengestellt und mit deutschen und polnischen Texten versehen wurden, zeigen die Geschichte der Stadt Rastenburg bis 1945, die 1946 nach dem polnischen Historiker deutscher Abstammung Wojciech Ketrzynski in Ketrzyn umbenannt wurde.
Die Partnerstadt von Wesel in der heutigen polnischen Woi-wodschaft Ermland-Masuren wurde bereits zur Zeit des Deutschen Ordens um 1325 gegründet. Sie bekam 1357 das Stadtrecht und war damals als wichtiger Handelsplatz und Militärstützpunkt im Kampf gegen die Litauer bekannt. Bis heute prägen zwei Bauten aus der Ordenszeit das Stadtbild von Rastenburg: die alte Ordensburg und die sehr schön erhaltene Wehrkirche St. Georg. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Rastenburg zu einer Kreisstadt, die 1939 etwa 20000 Einwohnern hatte und so zu den wichtigsten Städten der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.
In der neuesten Geschichte wurde die Stadt vor allem durch das im Rastenburger Wald während des Zweiten Weltkrieges erbaute sogenannte „Führerhauptquartier Wolfsschanze“ bekannt. Am 20. Juli 1944 kam es dort zu dem von Oberst Klaus Graf von Stauffenberg verübten misslungenen Bombenanschlag auf Hitler. Durch dieses Attentat ging Rastenburg in die Weltgeschichte ein.
Mit den Worten „Wir danken besonders herzlich dem Landkreis und der Stadt Wesel für die 57-jährige Patenschaft, auf die wir uns immer verlassen konnten und die durch aufrichtige Freundschaft getragen wurde und wird,“ ging Hubertus Hilgendorff als Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft Rastenburg bei der Ausstellungseröffnung auf die von der Kreisgemeinschaft geleistete Unterstützung für das Projekt ein. Vor allem durch das Rastenburger Bildarchiv konnten die Ausstellungstafeln mit vielen schönen historischen Bildern ergänzt werden.
Auf 48 Schautafeln zeigt die Ausstellung die Entwicklung von Rastenburg, dem heutigen Ketrzyn, von der Gründung 1357 als wichtigen Markt- und Handelsplatz bis hin zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Traurige Berühmtheit erlangte der Ort durch die Errichtung von Hitlers Hauptquartier, der so genannten „Wolfsschanze“ in deren Wäldern. Heute ist Ketrzyn eine Kreisstadt mit etwa 30000 Einwohnern.
Die Ausstellung, zu der vom Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen ein Begleitheft aufgelegt wurde, wird bis zum 16. September im Kreishaus Wesel zu sehen sein. Danach wird sie dem Patenverein in Rastenburg überlassen. Dort werden die Bildtafeln als Dauerausstellung im ehemaligen Herzog-Albrechts-Gymnasium ab Ende Mai 2014 der dortigen Bevölkerung zugänglich sein.
 Manfred E. Fritsche

Veröffentlicht am 03.09.2013
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