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Donnerstag, 24. Juli 2014

Bildarchiv Ostpreußen

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Ostpreußisches Landesmuseum

Eintauchen in die Provinz Ostpreußen

Wer glaubt, das 1958 von Forstmeister a. D. Hans-Ludwig Loeffke zunächst als Ostpreußisches Jagdmuseum begründete Ostpreußische Landesmuseum (O.L.) in Lüneburg sei ein von Vertriebenen ehrenamtlich und unprofessionell geführtes Heimatmuseum, der liegt schlichtweg falsch. Der Besucher wird auch nicht mit irgendwelchen uninteressanten und ohne Konzept zusammengestellten Einzelstücken aus Ostpreußen traktiert. – Nein, Ostpreußen zum Eintauchen, Ostpreußen multimedial!

Das mit modernsten Techniken der Museumsgestaltung ausgestattete O.L. lädt den Besucher ein, Ostpreußen zu erleben, es zu erforschen. Ostpreußen ist hier dreidimensional, man kann es sehen wie die Naturschaufenster mit Störchen und Elchen und es hören wie das Lied "Ännchen von Tharau", den Klang der Königsberger Domglocken oder den Ostpreußischen Dialekt vom Band bis hin zum Maschinengewehr, das den lebensecht dargestellten Flüchtlingstreck aus der Heimat treibt. Hier wird Ostpreußen in Natur, Kultur und Geschichte tatsächlich zum Leben erweckt.

Das ursprüngliche Jagdmuseum stellt auf seinen 2000 Quadratmetern über die Jagdexponate und Waffensammlungen hinaus wertvolle Bernsteinarbeiten, Silberschmiedekunst sowie Werke namhafter Maler und Bildhauer aus. Ebenso fehlen weder die Cadiner Majolika noch einmalige Stücke aus dem textilen Bereich.

Das O.L. verfügt über sechs Dauer- (Naturkunde, Kunsthandwerk, Geistesgeschichte, Malerei-Graphik-Plastik, Ländliche Wirtschaft, Landesgeschichte) und zwei Wechselausstellungsbereiche (Sonder- und Kabinettausstellungen), eine Museumspädagogik, einen Videobereich, eine Bibliothek und eine Cafeteria.

Seit 1991 pflegt das Museum zusätzlich wie kaum eine andere vergleichbare Einrichtung die Zusammenarbeit mit Museen, Wissenschafts- und Kultureinrichtungen in Polen, Rußland und Litauen.

Das Ostpreußische Landesmuseum hat eine Vorbildfunktion für andere vergleichbare Museen und ist in jedem Fall empfehlenswert.

www.ostpreussisches-landesmuseum.de

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