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Bier und Brauereien

Eine neue Broschüre des Kulturzentrums Ostpreußen
64 bunte Seiten rund um den Gerstensaft und seine Geschichte Bild: Kulturzentrum Ostpreußen

Bei der Einführung der amtlichen Reichsstatistik im Jahre 1881 gab es laut dieser Erhebung in Ostpreußen 323 Brauereien. Aber die Geschichte des Bieres ist viel älter: Bereits Sumerer, Babylonier, Ägypter, Griechen und Römer stellten die Ursorten des Bieres her. So hat auch in Ostpreußen das Braugewerbe eine lange Tradition. Seit dem Mittelalter stand das Bierbrauen im Preußenland in hoher Blüte, welches sich mit der Entstehung der Städte entwickelte.
Diese Rückschau auf das Entstehen der Brauerzunft in Ostpreußen bildet die Einleitung zur neuen Broschüre des Kulturzentrums Ostpreußen in Ellingen mit dem Titel „500 Jahre Reinheitsgebot – Bier und Brauereien in Ostpreußen damals und heute“.
Auf den 64 Seiten des in Farbdruck gestalteten Heftes ist die Geschichte der wichtigsten Braustätten sowie die Entwick-lung der früheren Hausbrauereien mit den am Grundstück verankerten Braurechten mit zahlreichen historischen Fotos und Ansichtskarten beschrieben.
Gerade in Königsberg musste man ein entsprechendes Grundstück besitzen, um Bier herstellen zu können. Um 1750 gab es dort 253 derartige Grundstücke, 1781 existierten 224 Brauhäuser, die bis 1855 auf 30 zusammenschmolzen. Beschrieben sind die Brauereien Ponarth, Schönbusch und Ostmark, ferner Wickbold und Hufen.
Aber nicht nur auf die Hauptstadt Ostpreußens konzentrierte sich das Brauwesen: Kinderhof in Gerdauen, Bürgerliches Brauhaus in Insterburg, Vereinigte Brauereien Gumbinnen, Memeler und Tilsiter Actien-Brauerei sowie weitere Betriebe in Heiligenbeil, Labiau, Fischhausen, Palmnicken, Eydtkuhnen, Frauenburg, Heilsberg und Osterode hatten zumindest einen Bierhersteller.
Ein weiteres Kapitel ist der „Bierstadt“ Elbing gewidmet, die im 14. Jahrhundert 150 Braustätten zählte. Dort wird die Geschichte der „Brauerei Englisch Brunnen“, wohl einer der bekanntesten Betriebe dieser Sparte, ausführlich erläutert. Die Bergschlösschen-Brauerei in Braunsberg und die Waldschlösschen-Brauerei in Allenstein runden das Thema ab.
Viele dieser Braustätten sind in den Kriegswirren verschwunden, aber einige von ihnen existieren noch in den alten Mauern. Švyturys-Utenos alus ist die ehemalige Memeler Aktien-Brauerei. Sie ist die größte Brauerei Litauens und hat mit „Memelbräu“ ein Traditionsbier im Angebot. Die ehemalige Ostmark-Brauerei in Königsberg, die der Heineken-Gruppe aus den Niederlanden gehört, braut Bier mit dem Namen „Königsberg“ und auch in Elbing ist die der gleichen Unternehmensgruppe angehörige Elbrewery aktiv.
Die mit der Unterstützung des Fördervereins des Kulturzentrums Ostpreußen zweisprachig (deutsch und polnisch) erschienene Publikation wurde unter der Redaktion des Direktors der Kultureinrichtung, Wolfgang Freyberg, erstellt. Sie kann beim Kulturzentrum Ostpreußen, Schloßstraße 9, 91792 Ellingen, Telefon (09141) 86440 oder info@kulturzentrum-ostpreussen.de. für 8 Euro plus Porto/Verpackung erworben werden.     M. Fritsche

Veröffentlicht am 22.02.2017
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