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»Einzigartig wertvoll«

Jetzt in Warendorf: Bedeutende Werke aus der Sammlung des Danziger Nationalmuseums
Auch ein Schatz aus der Danziger Gemäldesammlung: Arthur Bendrats impressionistischer Blick auf das Ufer der Mottlau in Pommern Bild: Westpreußisches Landesmuseum

Der Besuch lohnt sich: Noch bis zum Sonntag, 15. Oktober, zeigt das Westpreußische Landesmuseum in Warendorf die Ausstellung „Das Nationalmuseum Danzig – Schätze aus der Gemäldesammlung“. Zu den Schätzen, die von den Danzigern zur Verfügung gestellt wurden, gehören Werke von großen Meistern aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Vertreten sind die Stilrichtungen Realismus, Impressionismus und Expressionismus. Die Schau startet mit Arbeiten von Anselm Feuerbach (1829–1880), der von der italienischen Kunst, vor allem von Tizian und Veronese, fasziniert war. Ausgestellt ist eine Skizze zu dem Gemälde „Aretins Tod“, das 1854 von Feuerbach beendet und 1855 der Ankaufskommission der Großherzoglichen Kunsthalle Karlsruhe vorgestellt wurde. Das Original-Gemälde befindet sich im Kunstmuseum Basel.
Feuerbach hat Wilhelm Trübner (1851–1917) beeinflusst, der seinen Beruf als Goldschmied zu Gunsten der Malerei aufgab. Er widmete sich vor allem dem Porträt und der Landschaftsmalerei. Mit einem Bildnis der „Frau Neal“ und dem Gemälde „Waldweg“ sind in Warendorf zwei beispielhafte Malereien ausgestellt.
Trübner war Mitglied der Berliner Sezession wie auch Heinrich Zügel (1850–1941), der sich auf Tierdarstellungen spezialisiert hat und nicht zuletzt die drei „Großen“ Lovis Corinth (1858–1925), Max Slevogt (1868–1932) und Emil Nolde (1867–1956). Von Corinth ist bekannt, dass er dem Genre der Aktmalerei große Bedeutung schenkte. Ausgestellt ist ein Frauenakt aus dem Jahr 1909. Das Besondere an diesem Werk ist, dass der Künstler mit der akademischen Tradition des Aktes bricht, indem er eine lockere Pose wählt und eine naturalistische Darstellung des menschlichen Körpers schafft.
Eine besondere Rolle in der Landschaftsmalerei nimmt Max Slevogt ein. Zusammen mit Lovis Corinth und Max Liebermann gehörte er zu den Vertretern der Freilichtmalerei, die im Gegensatz zur Ateliermalerei direkt vor dem Motiv in der freien Natur arbeiteten. In Warendorf ist das bekannte Gemälde aus den 1920er Jahren „Frühstück im Grünen“ zu sehen.
Hyss hob eines der Bilder besonders hervor: „Einzigartig wertvoll ist das Bild ‚Madonna mit Begonien‘ von Emil Nolde, eines seiner wenigen erhaltenen Bilder aus der Vorkriegszeit, das die Faszination des Künstlers für Stillleben und religiöse Motive zum Ausdruck bringt.“
Bei einem Rundgang durch die Gemäldeschau fallen auch Arbeiten von einigen in Danzig geborenen Künstlern auf, die vornehmlich Ansichten der Stadt und ihrer Umgebung zeigen. Ausgestellt sind in diesem Präsentationsbereich Arbeiten von Reinhold Bahl (1869–1943), Arthur Bendrat (1872–1914), Albert Lipczinski (1876–1974) und Bruno Paetsch (1891–1976) sowie von dem in Königsberg geborenen Carl Scherres (1833–1923), der als freischaffender Maler in Danzig tätig war.
Die Zusammenarbeit der beiden Museen geht über diese Gemäldeausstellung hinaus weiter. Lothar Hyss, Direktor des Westpreußischen Landesmuseums, teilte mit, dass amn in diesem Jahr mit mehreren Leihgaben bei der Reformationsausstellung des Nationalmuseums in Danzig vertreten sei. Geplant sind unter anderem eine Ernst-Kolbe-Präsentation der Warendorfer in Danzig sowie eine Wilhelm-August-Stryowski-Ausstellung des Danziger Nationalmuseums in Warendorf.
    Dieter Göllner

Westpreußisches Landesmuseum, Klosterstraße 21, 48231 Warendorf, Telefon: (02581) 927770, E-Mail: info@westpreussisches-landesmuseum.de. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, 10 bis 18 Uhr, Eintrittpreis: 4 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Die Familienkarte kostet 7 Euro. Die Ausstellung ist noch bis zum 15. Okober zu sehen.

Veröffentlicht am 11.10.2017
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