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TILSIT-RAGNIT

Ständige Ausstellung im Plöner Rathaus
Plöner Rathaus: Dauerausstellung zum Thema „Flüchtlinge und Vertriebene im Kreis Plön“ Bild: W. Knocks

Im Erdgeschoss des Plöner Kreishauses, direkt gegenüber dem Haupteingang, befindet sich eine Dauerausstellung zum Thema „Flüchtlinge und Vertriebene im Kreis Plön“. Auf fünf gut gestalteten Wandtafeln werden die Themen „Der Kreis Tilsit-Ragnit“, „Flucht und Vertreibung“, „Notunterbringung“, „Ansiedlung und Neubeginn“ und „Vom Kreis Tilsit-Ragnit zum Rajon Neman“ behandelt. In eindrucksvoller Weise werden  die geschichtliche Entwick-lung, die Einwohner, die Landwirtschaft und die Wirtschaft des Kreises beschrieben. Es folgt die Darstellung der dramatischen Fluchtumstände von Ostpreußen nach Schleswig-Holstein, wodurch die Einwohnerzahl des Landes von 1,6 auf 2,6 Millionen stieg. Fast 200000 Flüchtlinge mussten in Massenunterkünften, Baracken, Nissenhütten und Bunkern leben. Es gab 513 Flüchtlingslager im Land, erst 1964 wurden die letzten aufgelöst. Im Zuge des Neubeginns wurden allein im Kreis Plön 25 Siedlungen für Flüchtlinge gebaut. Die letzte Tafel beschreibt die zahlreichen Kontakte zwischen dem Rajon Neman und der Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit. In Vitrinen werden Gegenstände des ostpreußischen Alltags, Dokumente, Abrechnungen und Ausweise ausgestellt. Auch eine Ausweiskopie des jugendlichen Walter Klink findet man hier. Die Ausstellung ist überschaubar, sie nimmt nicht zu viel Zeit in Anspruch. Daher sollte jeder interessierte Urlauber in der schönen Holsteinischen Schweiz einen Abstecher zum Kreishaus Plön machen, es lohnt sich.
In Tilsit gab es früher zehn Friedhöfe der verschiedensten Glaubensgemeinschaften. Sie alle existieren nicht mehr. Stellvertretend für die verschwundenen Begräbnisstätten ist nun auf dem Areal des ehemaligen Brackschen Friedhofs in einer anmutigen Parklichtung ein Kreuz errichtet worden. Eine marmorne Gedenktafel erinnert an die einstigen Friedhöfe und an die vielen deutschen Tilsiter, die dort in heimatlicher Erde ihre letzte Ruhe fanden.

Veröffentlicht am 18.09.2014
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