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Maibaum, Holzschuhe und Polka

Das 26. Sommerfest der VdGEM in Osterode fand großen Anklang
Begeisterten mit ihrem Programm: Tanzgruppe „Mazur“ des Osteroder Kulturzentrums Bild: U.H.

Am 17. Juni fand im Amphitheater von Osterode direkt am Drewenzsee das diesjährige 26. Sommerfest des Verbands der deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren (VdGEM) statt. Die Gesangs- und Tanzgruppen der deutschen Gesellschaften in der Woiwodschaft Ermland-Masuren präsentierten ihr Können ebenso wie Gastgruppen aus Königsberg und Osterode.

Es ist ein weiter Weg von einigen Orten des südlichen Ostpreußen nach Osterode. Um den Gästen mit der längsten Anreise eine Teilnahme am ökumenischen Gottesdienst zu ermöglichen, gab es zu Beginn des Sommerfestes nach den Hymnen Polens, Deutschlands und Europas stimmungsvolle Musik vom Blasorchester der Stadt Osterode.
Bei seiner Begrüßung im Anschluss an den Gottesdienst erinnerte der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren, Henryk Hoch, an die schwierigen Anfangszeiten der Organisation der Vereine und das erste Sommerfest vor 25 Jahren ebenfalls in Osterode. In den folgenden Ansprachen der Gäste stand dann überwiegend das Thema Zusammenarbeit im Mittelpunkt.
Während die Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Danzig, Cornelia Pieper, die Rolle der Deutschen Minderheit als „Botschafter der deutsch-polnischen Beziehungen“ unterstrich, erweiterte der Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen, Stephan Grigat, dies um den europäischen Kontext. Die Notwendigkeit einer Kooperationen auf lokaler Ebene betonte Bernard Gaida, der Vorsitzende des Verbandes der deutschen sozialkulturellen Gesellschaften in Polen: „Es freut uns, dass so viele Menschen in Polen mit der deutschen Kultur verbunden sind. Wir setzen uns dort, wo wir leben, politisch und gesellschaftlich ein.“ Dieses Engagement lobte auch Miron Sycz, Vertreter der ukrainischen Minderheit und Vizemarschall der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er nutzte die Gelegenheit und ehrte im Namen des Marschallamtes Manfred Schukat von der Landsmannschaft Ostpreußen, Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern, für seine langjährige positive Arbeit mit dem Abzeichen „Verdienst der Woi-wodschaft Ermland-Masuren“. Dies ist die höchste Auszeichnung, die die Woiwodschaft vergeben kann. Auch Osterodes Bürgermeister Czeslaw Najmowicz ließ es sich nicht nehmen, die Gäste persönlich zu begrüßen, obwohl er dafür nach der Eröffnung des Leichtathletikstadions in Sportkleidung und im Laufschritt zum Sommerfest kommen muss-te.
Die Stadt Osterode beteiligte sich neben der Bereitstellung des Amphitheaters mit der Tanzgruppe „Masur“ vom Osteroder Kulturzentrum am Sommerfest. Der Moment „polnischer Kultur zur deutschen Veranstaltung“ war, so Anna Zapasnik-Baron vom Kulturzentrum, als „Geschenk für die deutschen Organisationen gedacht, mit denen wir so lange gut zusammenarbeiten“. Die Tänzer präsentierten in farbenfrohen Trachten neben der Polonaise, die das kulturelle Programm eröffnete, noch einen Kujawiak und eine Polka. Während die Tanzgruppe der Deutschen Minderheit in Neidenburg erstmals und mit viel Schwung das Sommerfest belebte, ist die Gruppe „Saga“ aus Bartenstein schon jahrelang dabei. Auch in der neuesten Besetzung absolvierten sie ihre Tänze souverän, vor allem ihr Maibaumtanz mit den sich verknotenden und entflechtenden weißen und roten Bändern war sehr sehenswert. Tänze mit Holzschuhen zeigten die „Bernsteinblumen“ vom Deutsch-Russischen Haus in Königsberg. In der Pause zum Schuhe wechseln bewies darüber hinaus ein Mitglied der Gruppe, dass man auf einer Zither sehr vielfältige Tänze spielen kann.
Der zweite Beitrag aus dem heute russischen Teil Ostpreußens war die deutsch singende Gruppe „Marcipan“, die ebenfalls am Deutsch-Russischen Haus in Königsberg aktiv ist. Sie begeisterte in zwei Auftritten die Zuschauer ebenso wie die seit Jahren beim Sommerfest auftretenden Solisten Mateusz Matlas und Monika Krzenzek. Des Weiteren präsentierten der Chor der deutschen Gesellschaft in Neidenburg, die „Stimme der Heimat“ aus Lötzen, „Warmia“ aus Heilsberg und „Masurenklang“ aus Peitschendorf sowie die jungen „Tannen“ aus Osterode ihr Können. Ihr Debüt hatte eine noch namenlose Kindergruppe der Deutschen Minderheit in Rastenburg. Der jüngste Chor hingegen war gerade drei Tage alt – die Reisegruppe aus Mecklenburg-Vorpommern, die Manfred Schukat und Friedhelm Schülke, wie seit nunmehr 25 Jahren üblich, zum Sommerfest mitgebracht hatten.
Die Veranstaltung wurde vom polnischen Ministerium für Inneres und Verwaltung, dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Danzig, dem Marschallamt der Woiwodschaft Ermland-Masuren und der Stadt Osterode finanziell unterstützt. Über ihr Kulturzentrum war die Stadt Osterode gleichzeitig Mitorganisator mit dem Verband der deutschen Gesellschaften im südlichen Ostpreußen. Die Schirmherrschaft hatte der Marschall der Woiwodschaft Ermland-Masuren, Gustaw Marek Brzezin,  übernommen.
    Uwe Hahnkamp

Veröffentlicht am 05.07.2017
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