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Freitag, 26. Mai 2017

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Fotostrecke zum 7. DRF in Tilsit

DRF - Erlebnisbericht von Christian Knauer, BdV-Vizepräsident

DRF_BdV.pdf

BdV-Blickpunkt Ausgabe April 2015, S. 21-23

4.9 M

»Zukunft braucht Vergangenheit«

Christian Knauer, Präsidialmitglied des BdV, Hans-Jörg Froese, Vorstandsmitglied der LO und Rolf-Friedrich Krause, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland (v. l. n. r.) und zahlreiche weitere Teilnehmer lauschen aufmerksam den Vorträgen

7. Deutsch-Russisches Forum in Tilsit: LO festigt Zusammenarbeit mit ihren Partnern: Das von der Landsmannschaft Ostpreußen (LO) organisierte Deutsch-Russische Forum fand in diesem Jahr in Tilsit statt. 70 Teilnehmer waren zu der gefragten und zur festen Einrichtung gewordenen Veranstaltung gekommen, um sich über ihre Arbeit im Königsberger Gebiet auszutauschen.

Das Deutsch-Russische Forum der LO unter der Leitung von Vorstandsmitglied Brigitte Stramm erfreut sich wachsender Beliebtheit. 70 Teilnehmer und eine wachsende Zahl von Interessenten bezeugen dies.

Stramm erinnerte an den im vergangenen Jahr verstorbenen Horst Mertineit, der in den 90er Jahren als einer der ersten Deutschen Kontakte nach Tilsit knüpfte. Aufgrund seiner Verdienste um den Austausch ehemaliger und heutiger Bewohner Tilsits wurde Mertineit 2008 Ehrenbürger seiner Heimatstadt.

Austausch war auch das Ziel des diesjährigen Forums. Über die Brücke von Vergangenheit und Gegenwart in die Zukunft zu gehen, das meint auch das Motto der Deutsch-Russischen Foren „Zukunft braucht Vergangenheit“.

LO-Sprecher Stephan Grigat erinnerte die Teilnehmer an große Namen der Geschichte, die mit Tilsit verbunden sind: Hier traf Luise auf Napoleon, hier wurde 1807 der Tilsiter Frieden geschlossen. Vor dem Hintergrund des radikalen Bevölkerungsautauschs von 1945 sei eine Tagung wie diese ein guter Erfolg. Ziel sei es, Kontakte und Zusammenarbeit zu fördern, sich weitere hohe Ziele zu stecken, um Erfolge feiern zu können, bestehende Kontakte und Freundschaften zu pflegen und zu vertiefen.

Dass es in der Geschichte Deutschen und Russen stets besser ging, wenn sie miteinander befreundet waren, betonte Wolfgang Freyberg, Direktor des Kulturzentrums Ostpreußen in Ellingen, der die Veranstaltung souverän moderierte.

Da Oberbürgermeister Woischtschew zur großen Enttäuschung Erwin Feiges, des stellvertretenden Vertreters der Stadtgemeinschaft Tilsit, verhindert war, überbrachte Kulturreferentin Anna Kulijewa den Dank der Stadt für die Ehre, dass das Forum in Tilsit durchgeführt wurde.

Rolf-Friedrich Krause, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland, dankte für die Einladung und lobte die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Russen. Er stellte die Jugendförderung des Generalkonsulats vor, sprach jedoch nicht, ohne der Veranstalterin den erhobenen Zeigefinger zu zeigen: Er zitierte Willy Brandt.

Alla Fjodorowa, Direktorin des Königsberger Gebietsarchivs, berichtete über die in diesem Jahr im Archiv gezeigte und gut besuchte Labiau-Ausstellung, einem positiven Ergebnis der Zusammenarbeit der Kreisgemeinschaft Labiau und des Kulturzentrums Ostpreußen mit dem Gebietsarchiv.

Ein besonders erfreuliches Ergebnis der Zusammenarbeit ist die Aufstellung einer Kopie des Königin-Luise-Denkmals an seinem ehemaligen Standort im Tilsiter Park „Jakobsruh“, bei der die Stadtgemeinschaft Tilsit sowohl an den vorbereiteten Arbeiten beteiligt als auch dank ihrer guten Beziehungen zur Stadtadministration zur feierlichen Einweihung im Juli zugegen war.

Wenn das Forum auch in erster Linie ein kultureller Austausch ist, so blieb doch in diesem Jahr die politische Lage nicht außen vor. In den Vorträgen der beiden Hauptreferenten Hennig von Löwis of Menar und Wladimir Gil-manow kam dies deutlich zum Ausdruck. Während Löwis of Menar die politischen Akteure seit der „Wende“ kritisch beleuchtete, die Haltung der deutschen Regierung offen kritisierte, sechs teils gewagte Thesen aufstellte, hielt Gilmanow einen hoch anspruchsvollen philosophischen Vortrag, in dem er sich immer wieder auf Kant berief und die Verantwortung des Einzelnen betonte. Das Fazit beider Referenten ähnelte sich: Wir alle müssen in Zukunft umdenken, Gedankenvielfalt zulassen und: Demokratie muss man lernen. Manuela Rosenthal-Kappi

LO pflegt den Dialog

Zum siebten Mal hat die Landsmannschaft Ostpreußen (LO) ein Deutsch-Russisches Forum ausgerichtet. Austragungsort war dieses Mal der geschichtsträchtige Ort Tilsit. Einem engagierten Russen wurde das Silberne Ehrenzeichen der LO verliehen. Wenn auch die Vorbereitungen für die Veranstaltung durch die verschärften Grenzaufenthaltsbestimmungen – eine Reaktion der Russen auf die restriktive Visapolitik der Europäischen Union – erschwert wurden, so besteht und bestand von deutscher wie von russischer Seite kein Zweifel daran, dass der Austausch gewünscht und auch in Zukunft fortgeführt werden wird.

Beim Deutsch-Russischen Forum handelt es sich um eine kulturelle Veranstaltung, bei der neben der Geschichte Ostpreußens auch Traditionen und vor allem das Alltagsleben der Menschen im Vordergrund stehen und gemeinsame Projekte wie Ausstellungen angeschoben werden.

Junge Russen fordern die Berücksichtigung der deutschen Geschichte des Gebiets, in dem sie leben. Dabei treten sie gegenüber der Administration forsch auf. So sagte es der anwesende deutsche Generalkonsul, Rolf Friedrich Krause, in seinem Grußwort.

Wäre das alle beschäftigende Thema Ukraine-Krise nicht zur Sprache gekommen, hätte das auf gegenseitiges Vertrauen und Gemeinschaft ausgerichtete Deutsch-Russische Forum viel an Glaubwürdigkeit verloren. Wie sich in Gesprächen herausstellte, diskutieren die Russen ebenso konträr darüber wie die Deutschen. Viele können nicht verstehen, was in der Ukraine gespielt wird. In einem waren sich jedoch alle einig: Wir lassen uns von der Politik nicht kaputt machen, was wir in jahrelanger und mühseliger Arbeit aufgebaut haben. MRK

"Zukunft braucht Vergangenheit 2014"

Deutsch-Russisches Forum 2013

In Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinschaft Tilsit und den Kreisgemeinschaften Elchniederung und Tilsit-Ragnit führt die Landsmannschaft Ostpreußen am 18. Oktober 2014 im ostpreußischen Tilsit zum siebenten Mal das Deutsch-Russische Forum „Zukunft braucht Vergangenheit“ durch. Die Tagung wird von Brigitte Stramm, Mitglied des Bundesvorstandes der LO geleitet. Ein Programmpunkt ist Kurzberichten von deutschen und russischen Kulturschaffenden über ihre aktuellen Projekte gewidmet. Dr. Henning von Löwis of Menar, Journalist und ausgewiesener Russlandkenner, informiert über die Perspektiven Königsbergs im heutigen Europa. In einem weiteren Referat beleuchtet Professor Wladimir Gilmanov die gegenwärtige Situation und die Zukunftsaussichten Rußlands mit dem Schwerpunkt des Königsberger Gebietes. Grußworte werden unter anderem von Dr. Dr. Rolf Friedrich Krause, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Königsberg und von Nikolai Voistchev, Oberbürgermeister der Stadt Tilsit, erwartet. Diskussionen über die Erfahrungen der deutschen und russischen Partner bei der kulturellen Zusammenarbeit bilden einen weiteren Schwerpunkt der Veranstaltung. Der Teilnehmerkreis des Forums ist auf die Kreisvertreter der Landsmannschaft Ostpreußen und ihre kommunalen russischen Partner im Königsberger Gebiet begrenzt.

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