Die Lage der Deutschen Vereine
Auf Grund von Flucht und Vertreibung leben heute nur noch sehr wenige Deutsche in Ostpreußen. Zumeist handelt es sich dabei um Frauen, die einen Polen oder Litauer geheiratet haben.
Im litauischen Memelland gibt es zwei Deutsche Vereine. Zentraler Anlaufpunkt dieser Region ist das Simon-Dach-Haus des Vereins der Deutschen in Memel, in dem die Landsmannschaft Ostpreußen über ein eigenes Büro verfügt.
Zahlreiche Russlanddeutsche sind seit dem Ende der Sowjetunion in das heute russische Königsberger Gebiet eingewandert. Angehörige der ursprünglichen deutschen Bevölkerung sind dort dagegen kaum noch anzutreffen.
Im polnischen Teil Ostpreußens gibt es über 20 Deutsche Vereine, von denen der Größte über 3.000 und die Kleinsten weniger als 50 Mitglieder haben. Die Vereine führen regelmäßige Treffen für ihre Mitglieder, kulturelle Veranstaltungen und Fahrten durch. Sie betreuen die Deutschen humanitär, bieten deutschen Sprachunterricht an und pflegen Friedhöfe und Gedenksteine. Daneben sind sie Anlaufpunkt für Rat- und Hilfesuchende. Die Deutschen Vereine im südlichen Ostpreußen, die enge Kontakte zu den polnischen Verwaltungen pflegen, haben sich zu einem Dachverband mit Sitz in Allenstein zusammengeschlossen. Er vertritt die Heimat verbliebenen Deutschen beispielsweise gegenüber dem Deutschen Generalkonsulat Danzig oder dem VdG, dem Verband der deutschen Gesellschaften in Polen mit Sitz in Oppeln.
Link: www.vdgeo.vdg.pl (Verband der Deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren)
Link: www.vdd.lt (Simon-Dach-Haus, Memel)

