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Alles im Lot auf der Lomse

Der Stadionbau in Königsberg schreitet voran – Planmäßige Fertigstellung der Infrastruktur
Voraussetzungen erfüllt: Die Arbeiten an dem neuen Fußballstadion schreiten voran Bild: J.T.

Die Vorbereitungen auf die Spiele der Fußballweltmeisterschaft 2018 im Königsberger Gebiet verlaufen trotz Anlaufschwierigkeiten planmäßig. Die Insel Lomse verändert sich rapide.

Das größte Bauprojekt im Königsberger Gebiet, das neue Fußballstadion für die Weltmeisterschaft 2018, ist dem Zeitplan sogar ein wenig voraus, worüber der stellvertretende Gouverneur Alexander Rolbinow mit Freude berichtete. Denn vor Kurzem stand das Bauvorhaben noch unter einem schlechten Stern.
Den Entwurf des Königsberger Stadions hatte die Stadt nach mehreren Frist-Verschiebungen erst am 26. November 2015 positiv beschieden. Erst danach wurde ein Vertrag mit dem Hauptauftragnehmer, dem Unternehmen „Krokus Gruppe“ geschlossen. Währenddessen hatte in anderen Städten, in denen Spiele der Fußball-WM stattfinden werden, schon der Bauprozess begonnen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Mos-kauer Beamte das Stadion in Königsberg als das problematischste von allen betrachteten. Es gab schon Befürchtungen, dass in Königsberg aus diesem Grund keine WM-Spiele stattfinden könnten. Diese Gefahr ist nun gebannt. Im Laufe des vergangenen Jahres wurden alle Pfähle in den Boden gerammt, das Fundament gegossen, die Umrandung des Stadions gebaut und auch das Dach und Sitzplätze wurden montiert. Die Übergabe des Stadions soll wie geplant bis Ende 2017 erfolgen.
Erfreulich ist für die Stadt Königsberg auch die Kostenentwick-lung. Für die bisherigen Baumaßnahmen wurden umgerechnet 280 Millionen Euro ausgegeben. Bei der Ausschreibung war man noch von einer Summe von 487 Millionen Euro ausgegangen. Die höheren Kosten waren ebenso mit dem erschwerten Transport verbunden wie mit der Lage des Stadions auf der Insel Lomse, wo der Grund überwiegend instabil ist. Deshalb mussten zunächst der Boden stabilisiert sowie die Pregelufer befestigt werden. Für den Bau einer Straße auf die Insel wurden rund 20 Millionen Euro ausgegeben. Darüber hinaus muss-te die Insel erst ans Stromnetz sowie an die Wasser- und Wärmeversorgung angeschlossen werden.
Übrigens wurde auch der Bau von Verkehrsanlagen, der im Rahmen des föderalen Zielprogramms für die WM 2018 durchgeführt wurde, früher als geplant fertig. Die Bauarbeiten waren über Silvester und dem ersten Januarwochenende fertiggesellt worden. Nun wird aktiv an der östlichen Hochbrücke über den alten und neuen Pregel gebaut und an der Rekonstruktion der nördlichen Umgehungsstraße. Wenn sie in Dienst gestellt wird, sollen ellenlange Staus der Vergangenheit angehören. Die nördliche Umgehungsstraße führt um das Königsberger Stadtgebiet herum und bindet die Stadt an die Bundesstraße an, die bis zur litauischen Grenze führt. Die zweite Etappe der östlichen Hochbrücke mit Anbindung an die Sackheimer Straße [Moskauer Prospekt] soll gleichzeitig mit dem Stadion Ende dieses Jahres fertiggestellt sein. Was das Straßennetz auf der Insel um das Stadion angeht, so wird mit der aktiven Bauphase jetzt begonnen. Ende 2016 hat das regionale Organisationskomitee zur Vorbereitung der WM den vorläufigen Verkehrsplan genehmigt. Dieser sieht vor, dass Stadionbesucher bequem dorthin gelangen können. Den Plan hatte die Hochschule für Wirtschaft entwickelt. Demnach soll ein regionales Zentrum für Verkehrslenkung gegründet werden, das die städtischen Verkehrsbetriebe einbindet.
Im neuen Stadion von Königsberg, das 35000 Zuschauer fasst, sind vier Spiele der WM geplant:  am 16., 22., 25. und 28. Juni.
    Jurij Tschernyschew

Veröffentlicht am 08.03.2017
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