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Cranz zieht nach

Erstmals feierte der Kurort das »Fest des langen Kuchens«
Heiß begehrt: Kuchen mit Nuss-und Schokofüllung Bild: J.T.

In Königsberg gibt es schon seit einigen Jahren das historische Fest der langen Wurst als Zeichen dafür, dass man alte Königsberger Traditionen wieder aufleben lässt. Nun hat Cranz nachgezogen.
Mit einem Tag des „Cranzer Kuchens“ wollte die Stadt größere Beachtung finden, was auch gelang. Das Fest wurde ein großer Erfolg. Die Feier fand auf dem Platz der „Windrose“ bei der Promenade statt. Mit einer feierlichen Zeremonie wurde der Kuchen auf den Platz getragen, begleitet von einer kostümierten Theateraufführung, in der die historische Epoche Ostpreußens stilisiert wurde, ebenso, wie der Auftritt des mythischen Gottes Neptun.
Ungeachtet des stürmischen Wetters waren viele Menschen gekommen. Als der Kuchen auf einem riesigen Tablett zu einem langen Tisch getragen wurde, traten von allen Seiten Dutzende Menschen heran, die unbedingt ein Stück davon ergattern wollten. Doch sie mussten sich gedulden, bis er fein säuberlich in Stücke geschnitten und auf Platten gelegt wurde. Soviel Geduld hatten nicht alle, deshalb versuchten einige der Gäste, ein Stück Kuchen direkt vom Teller zu stibitzen. Und das, obwohl die Organisatoren die Menge beruhigten: „Es reicht für alle!“ Doch es dauerte nicht lange, und von dem Kuchen gab es keine Spur  mehr – er war vollständig aufgegessen.
Es ist bemerkenswert, dass die Herstellung des Kuchens mit größter Aufmerksamkeit betrieben wurde. Das Rezept hatten Heimatforscher in deutschen Archiven gefunden. Deshalb wurden bei der Zubereitung alle historischen traditionellen Künste der Cranzer Bäcker beachtet. Der Kuchen wurde in einer Bäckerei vor Ort hergestellt. Heraus kam ein 18 Meter langer Zopf mit Nuss- und Schokoladenfüllung, der über 50 Kilo wog. Nächstes Jahr wollen die Organisatoren diesen Rekord noch übertreffen, um es ins Guiness-Buch der Rekorde zu schaffen. Sie wollen, dass der längste Kuchen der Welt verewigt wird.
Das Schlüsselereignis des Festes war neben der Vertilgung des Mammut-Kuchens das Winterschwimmern. Der Leiter des Cranzer Schwimmvereins, Oleg Resanow, unternahm den Versuch, einen Ausdauerrekord in Extremsituationen aufzustellen. Der Versuch war erfolgreich: Er schlug seinen eigenen Rekord von 13 Minuten im Eiswasser. Danach hatte sich das Cranzer „Walross“ (so nennen die Russen Eisschwimmer) verpflichtet, 12520 Meter zu laufen. Diese Streckenlänge war nicht zufällig gewählt, denn Cranz wurde 1252 gegründet. Außerdem fand ein Triathlon statt. Die Teilnehmer legten einen 200-Meter-Lauf zurück, überwanden eine Strecke von 800 Metern auf dem Rad und schwammen 30 Meter.
    Jurij Tschernyschew

Veröffentlicht am 17.03.2017
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