Sie sind hier: Ostpreußen
Donnerstag, 20. September 2018

Bildarchiv Ostpreußen

(Zum Vergrößern klicken)

Hier geht's zum Bildarchiv...

Ostpreußen Kalender

September
Mo Di Mi Do Fr Sa So
35 27 28 29 30 31 1 2
36 3 4 5 6 7 8 9
37 10 11 12 13 14 15 16
38 17 18 19 20 21 22 23
39 24 25 26 27 28 29 30

(Klicken Sie auf einen Tag, um die Veranstaltungen zu sehen)

„Schritt in die richtige Richtung“

Sprecher der LO begrüßt Wahl von Prof. Dr. Halder zum Stiftungsdirektor

 

Der Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen (LO), Stephan Grigat, zugleich Vizepräsident des Bundes der Vertriebenen (BdV) und Mitglied des Stiftungsrats der Bundesstiftung Flucht Vertreibung Versöhnung, begrüßt die Wahl von Prof. Dr. Winfrid Halder zum Direktor der Stiftung Flucht Vertreibung Versöhnung.

Überzeugen konnte Halder das Wahlgremium Stiftungsrat aufgrund seiner Leitungserfahrung in einer Einrichtung, die sich mit der Pflege und Weiterentwicklung des Kulturerbes der Deutschen aus den früheren deutschen Ostprovinzen und den übrigen deutschen Siedlungsgebieten in Ost- und Südosteuropa befasst, nämlich des Gerhard-Hauptmann-Hauses in Düsseldorf.

Die Stiftung braucht eine Führungspersönlichkeit, die in der gegenwärtigen komplexen Situation die Fäden zusammenbinden und Entscheidungen treffen kann.

Grigat wertet die Wahl Halders als Schritt in die richtige Richtung, der es der Stiftung ermöglicht, sich wieder auf die Erfüllung ihrer Aufgaben zu konzentrieren: Es gilt nun, das geltende Stiftungskonzept umzusetzen und dafür zu sorgen, dass 70 Jahre nach Flucht und Vertreibung die historische Aufarbeitung des schweren Schicksals der deutschen Heimatvertriebenen durch die Eröffnung der geplanten Dauerausstellung endlich auch sichtbar wird. Dabei sei zu hoffen, dass weitere politisch intendierte Störmanöver gegen die Stiftung unterbleiben.

Ein bedenkliches Zeichen ist nach Ansicht des Sprechers der Vorstoß der Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters, den gesetzlich garantierten Einfluss der Vertriebenenverbände im Stiftungsrat in Frage zu stellen.

Wenig Verständnis zeigte Grigat für das Verhalten des bisherigen Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beraterkreises der Stiftung, Stefan Troebst. Die von diesem maßgeblich befeuerte Kampagne war 2014 Auslöser der Demission des allseits geschätzten Stiftungsdirektors Prof. Dr. Manfred Kittel gewesen.

Die erneuten öffentlichen Äußerungen von Troebst, jetzt zur Wahl Halders, liegen formell und inhaltlich neben der Sache. Die nach der Wahl öffentlich vorgetragenen unzutreffenden Vorwürfe über die Nichtberücksichtigung anderer Kandidaten hat Troebst in der Sitzung des Stiftungsrates nicht artikuliert. Gesetzliche Aufgabe des Wissenschaftlichen Beraterkreises ist es, Stiftungsdirektor und Stiftungsrat zu beraten, nicht aber eigene Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Nach dem erneuten Verstoß gegen diese Grundsätze ist der Rücktritt von Troebst nicht nur überfällig, sondern auch folgerichtig. Letztlich nimmt er nur eine Entwicklung vorweg, die im Herbst ohnehin unvermeidlich gewesen wäre: Ein Wiedereinzug Troebsts in den Wissenschaftlichen Beraterkreis bei der anstehenden Neuwahl wäre unwahrscheinlich gewesen.  PAZ

 

Veröffentlicht am 08.07.2015
Testen Sie die PAZ!

Kommentare

Keine Kommentare


Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld
*
*
*

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz


*
 

Da Kommentare manuell freigeschaltet werden müssen, erscheint Ihr Kommentar möglicherweise erst am folgenden Werktag.
Sollte der Kommentar nach längerer Zeit nicht erscheinen, laden Sie bitte in Ihrem Browser diese Seite neu!

 
 
Zurück