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Kunstförderung im Handy-Zeitalter

Museen von Allenstein und Heilsberg beteiligten sich am »Selfie-Day«-Projekt
Begehrter Museumsbewohner: Nicolaus Copernicus Bild: MRK

Im Rahmen des weltweit organisierten Selfie Days, einer Kampagne zur Kunstförderung, konnten sich Besucher des Museums für Ermland-Masuren in Allenstein Ende Januar in historische Kostüme hüllen und Fotos davon machen. Initiatorin des internationalen Selfie Days ist die dänische Designerin Olivia Muus. Während eines Besuchs der National Gallery in Kopenhagen posierte sie vor einem Kunstwerk und fotografierte sich selbst. Es wurde zur Inspiration für das Selfies Museum, dank dem die Idee der Förderung von Kunst durch soziale Netzwerke geschaffen wurde.
Der Selfie Day wird seit mehreren Jahren in Museen auf der ganzen Welt organisiert. Das Allensteiner Museum  hat sich zum zweiten Mal daran beteiligt. An diesem Tag war der Eintritt in die Burg von Allenstein frei. Sowohl organisierte Gruppen als auch Einzelbesucher konnten an der Veranstaltung teilnehmen.
Die Grundidee der Aktion war, mit dem Mobiltelefon ein Selbstporträt im Museum aufzunehmen. Leitmotiv war in Allenstein das „Porträt einer Frau“ von Alina Szapocznikow. Es war auf Werbeplakaten für die Aktion zu sehen. Das Museum stellte speziell ausgewählte Requisiten und historische Kostüme zur Verfügung, die den Besuchern halfen, in die Rolle von auf den Kunstwerken dargestellten Personen zu schlüpfen. Die Fotos wurden ins Internet hochgeladen. Die Teilnehmer  imitierten Kunstwerke, stellten sich in lustigen Posen neben Skulpturen und Gemälden auf oder verewigten einfach einen Museumsbesuch. Als Hintergrund dienten die gotischen und barocken Räume im  Erdgeschoss. Die Aktion wurde in den Ausstellungen zu „Nicolaus Copernicus – ein Bewohner der Allensteiner Burg“, „Allensteiner Museale in Polen und auf der ganzen Welt“ sowie „lutherische Epitaphe und Gedenkporträts“ durchgeführt.
Die Museumsmitarbeiter waren sich einig, dass bereits in den Morgenstunden Massen an Besuchern die Ausstellungshallen aufgesucht hatten. Schüler von Grund- und weiterführenden Schulen waren in Gruppen gekommen. Unter den Teilnehmern des Selfie-Days befanden auch ältere Menschen und Eltern mit Kindern. Für die Kleinen scheint solch ein Tag besonders attraktiv zu sein. Mädchen in schönen historischen Kleidern schätzten sich besonders glücklich. Die Porträts waren bei jungen Leuten beliebt. In einem der Räume war eine besondere Umgebung vorbereitet worden – ein Holzschreibtisch, eine Gänsefeder, Papierrollen, ein stabiler Stuhl, ein Hemd darüber und eine Perücke auf dem Schreibtisch. Dies waren Requisiten, mit denen sie sich in einen Nicolaus Copernicus verwandeln konnten.
Solche Aktionen erlauben einen anderen Blick auf kulturelle Institutionen. Normalerweise gilt  das Museum bei Jugendlichen als ein bisschen „langweilig“, doch an diesem Tag war es ganz anders. Und genau darum geht es beim Selfie Day: eine neue, attraktive Art der Wahrnehmung von Kunst zu erfahren.
Die Aktion fand an diesem Tag auch im Schloss in Heilsberg statt, wo 13 Ausstellungen zur Verfügung standen. Es war möglich, sich mit einer mittelalterlichen Skulptur oder vor zeitgenössischer Malerei zu fotografieren. Zu diesem Zweck war auch der Eintritt in das Museum frei. Die Bilder konnten neben einer speziell eingerichteten Seite auch bei
Facebook veröffentlicht werden.  Die beste Arbeit wurde von einer speziellen Jurie ausgewählt, und auf die Gewinner warteten Preise.    
    Leszek Chaburski

Veröffentlicht am 09.03.2018
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