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Allenstein veranstaltete Jobbörse

Qualifizierte Spezialisten, Umsteiger oder Hilfskräfte – Die Nachfrage der Unternehmer nach Personal steigt
Interesse auf beiden Seiten: Potenzielle Arbeitgeber und Arbeitnehmer „beschnupperten“ sich (Bild: D.K.)

Anfang April wurde in Allenstein eine Jobbörse veranstaltet, auf der Interessierten die Möglichkeit geboten wurde, sich auf dem Stellenmarkt zu orientieren. Sowohl bei Unternehmern als auch Arbeitssuchenden stieg die Messe auf große Zustimmung.

Im Leben des Menschen nimmt die Arbeit einen wichtigen Raum ein. Zum einen, weil man mit ihr Geld für einen angemessenen Lebensunterhalt verdient, zum anderen, weil sie Spaß machen und die berufliche Selbstverwirklichung ermöglichen sollte. Da sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Ostpreußen in den letzten Jahren verbessert hat, können Arbeitnehmer zwischen verschiedenen Stellenangeboten wählen. Viele Unternehmen suchen nicht nur qualifizierte Spezialisten, sondern schlicht nach arbeitswilligen Händen, an denen es gerade fehlt.
Die meisten freien Stellen in der Woiwodschaft gibt es in deren Hauptstadt Allenstein. Das ist aus den Daten des Statistischen Hauptamtes ersichtlich. Laut Angaben aus dem Jahr 2017 betrug die Arbeitslosenquote in Allenstein nur 4,5 Prozent, während es im übrigen südlichen Ostpreußen fast zwölf Prozent waren. Die Republik Polen verzeichnet eine Arbeitslosenquote von 6,6 Prozent. Weil sich die Schere zwischen der Bevölkerung der größeren Städte und kleineren Ortschaften Ostpreußens bezüglich der langfristigen Beschäftigungsperspektiven zu langsam schließt, veranstaltete man in einigen Städten Jobbörsen, wo Arbeitssuchende sich umschauen und die sich positiv entwickelnden Firmen um Personal werben können.
An der am 11. April in Allenstein organisierten Jobbörse nahmen Vertreter von 42 Unternehmen teil, die ihre Firmenprofile präsentierten, mit Messebesuchern ins Gespräch über die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten kamen und Broschüren verteilten.
Das Interesse an Stellenangeboten aus Allenstein und der Region übertraf alle Erwartungen der Organisatoren. In die Sporthalle des Verbands der Baufachschulen, in der die Arbeitsmesse stattfand, kamen sehr viele Jugendliche, Schulabsolventen, Studenten der letzten Studienjahre wie auch Arbeitslose und -suchende sowie Personen, die sich umqualifizieren oder die Stelle wechseln möchten.
An ihren Ständen stellten sich Betriebe wie das Möbelstudio AB Piwek vor, das sich auf die Holzverarbeitung und Möbelherstellung spezialisiert hat. Auch die österreichische Firma Egger, die eine neue Fabrik in Bischofsburg baut, in der Span- und MDF-Platten hergestellt werden, hatte einen Stand. Gefragt sind auch Arbeitskräfte in der Bauindustrie. Um Maurer, Zimmerleute, Eisenflechter, Baggerfahrer, Kranführer, Straßenarbeiter, aber auch um Aushilfskräfte ohne Erfahrung warben die Aussteller der Baubranche.
Das Bauunternehmen Magropol sucht zum Beispiel Bauarbeiter, die bereit sind, nach Deutschland zu fahren und bei der Umsetzung der Bauaufträge in Köln, Düsseldorf oder Mainz zu helfen. Auf der Arbeitsmesse waren auch Vertreter der Firmen anwesend, die Altenpflegerinnen beschäftigen. Die meisten Stellen bot man in der Bundesrepublik an. Firmen wie „Pflegehelden“ oder „Aterima med“ locken Arbeitskräfte mit besseren Verdienstmöglichkeiten als zu Hause. Dafür müssen sie bestimmte Anforderungen erfüllen, unter anderem Deutsch können. Um sich die Grundkenntnisse in der Fremdsprache anzueignen oder sie zu erweitern, wurden speziell organisierte Deutschkurse angeboten, die auf die Arbeitsaufnahme im Nachbarstaat vorbereiten.
Arbeitssuchende, die sich sicher am Steuer fühlen, konnten sich mit den Stellenangeboten bei der Polnischen Post oder den städtischen Verkehrsbetrieben bekannt machen. Diese Arbeitgeber würden gerne neue Fahrer einstellen. Interessanterweise hilft das Allensteiner Verkehrsunternehmen bei der Umqualifizierung. Verfügt man über einen Pkw-Führerschein und hat einen Arbeitsvertrag unterzeichnet, erhält man kostenlose Fahrstunden, um schließlich Busfahrer zu werden.
Neben zahlreichen Ständen mit Stellenangeboten veranstaltete das Städtische Arbeitsamt Allenstein – einer der Organisatoren der Jobbörse – einen Workshop, der sich darauf konzentrierte, wie man aktiv und erfolgreich einen Arbeitsplatz findet. Die Teilnehmer konnten erfahren, welche Mechanismen den Arbeitsmarkt regulieren, was die potenziellen Arbeitgeber erwarten, wie man Bewerbungsunterlagen fehlerfrei schreibt oder sich selbstständig macht. Zusätzlich konnten sie sich an einer Reihe von Übungen beteiligen, die darauf abzielten, die Fähigkeit der Selbstpräsentation zu vervollkommnen, was besonders in Vorstellungsgesprächen hilft.
In einem anderen Raum hatten die Besucher der Jobbörse die Gelegenheit, Ratschläge eines Berufsberaters oder Berufspsychologen zu nutzen. Die Vertreter des Arbeitsamtes gaben auch Auskunft darüber, wo die Stellenanzeigen aus der Datenbank EURES zu finden sind. Dadurch erhalten die Arbeitssuchenden Einblicke in die Angebote der ausländischen Unternehmer.
Da die zum zweiten Mal durchgeführte Arbeitsbörse in der breiten Öffentlichkeit einen beachtlichen Widerhall fand, soll die Veranstaltung im nächsten Jahr wiederholt werden.     D. Kazanski

Veröffentlicht am 09.05.2018
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