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Dienstag, 25. Februar 2020

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Advent in drei Sprachen

Mitglieder der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern reisten zum zehnten Mal ins Memelland
Nach der Ankunft in Memel: Die liebevollgepackten Pakete werden in der Diakonie Sandora unter tatkräftigem Einsatz der mitgereisten Helfer aus den Transportern ausgeladen

Von Friedhelm Schülke
Der Bund der Vertriebenen in Vorpommern und die Landsmannschaft Ostpreußen in Mecklenburg-Vorpommern starteten zum ersten Advent 2019 zum zehnten Mal die jährliche gemeinsame Aktion „Weihnachtspäckchen für Ostpreußen“.
Mitglieder und Freunde der beiden gemeinnützigen Verbände hatten 80 liebevoll gepackte Päckchen und dazu noch über 5000 Euro gespendet – mehr als in den Vorjahren. Selbst der Landkreis Vorpommern-Greifswald vermittelte eine größere Firmenspende. Davon wurden guter Kaffee bei Penny im Angebot sowie bei Aldi-Nord in Kiel palettenweise Wurst, Schokolade und Stollen gekauft. Von der Anklamer Fleisch- und Wurstwaren GmbH Relzow kamen 250 Würste hinzu, sodass 420 Weihnachtstüten gepackt werden konnten – insgesamt 500 Sendungen.
420 Weihnachtstüten gepackt
Manfred Schukat und ich als Vertreter beider Vereine hatten unseren Transporter fast bis unters Dach beladen und mussten diesmal von der Firma Boels in Kiel noch einen Anhänger leihen, um alles mitzubekommen und die Geschenke rechtzeitig zum zweiten Advent mit der Fähre Kiel–Memel ins Memelland zu bringen. Große Hilfe leistete während der ganzen Aktion das Ehepaar Gunter und Ute Hartter aus Berlin.
In Memel angekommen, hieß es mit vollem Anhänger rückwärts von der Fähre zu fahren. Das war nicht leicht, noch dazu unter dem Gebrüll der Hafenarbeiter. Und weil der sprichwörtliche ostpreußische Winter mit Eis und Schnee noch auf sich warten ließ, fuhr sich der schwerbeladene Weihnachtstransport auf der Suche nach einem Parkplatz im aufgeweichten Rasen fest. Wildfremde, freundliche Litauer kamen als Weihnachtsmänner gerade zur rechten Zeit und zogen den Transporter am Abschleppseil aus dem Schlamm. So konnten die Präsente wie immer an die Diakonie-Stationen „Sandora“ in Memel, Heydekrug und Pogegen, an die deutsch-litauischen Vereine in Memel und Heydekrug sowie an die Pfarrersfamilie Feting in Plicken übergeben werden.
Zur Adventsfeier im deutsch-litauischen Hermann-Sudermann-Gymnasium Memel fand die erste große Bescherung statt. In Heydekrug gab es ein frohes Wiedersehen mit dem Kant-Chor aus Gumbinnen, der eigens zum zweiten Advent aus dem Königsberger Gebiet mit einem Kulturprogramm anreiste. Das russische Ensemble hat sich bei den Landestreffen in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Heydekrüger Chor angefreundet, sodass diese Adventsfeier in drei Sprachen als fröhliches deutsch-litauisch-russisches Zusammensein verlief.
Auch dort wurden alle Besucher und Gäste mit Weihnachtspräsenten aus Anklam beschenkt. Stippvisiten und persönliche Bescherungen, verbunden mit einem Weihnachtsständchen, machten die Anklamer „Weihnachtsmänner“ noch in Tilsit, Schillgallen, Jugnaten, Russ und auf der Kurischen Nehrung, wo sich sogar ein Elch zeigte.
Erfüllte Tage gingen zu Ende
Nach fünf Tagen voller Eindrücke traten sie rechtschaffen müde die Heimreise an. Wie schon die Hinfahrt, so verlief auch die Rückfahrt mit der Fähre Memel [Klaipėda]–Kiel ausgesprochen ruhig. Transporter und Anhänger waren nun leer und doch gefüllt vom Dank der Empfänger an die vielen Spender, ohne die diese Aktion nicht möglich gewesen wäre. Auch 2019 stand das Unternehmen vom ersten bis zum letzten Tag unter einem Weihnachtssegen.
Für die freundliche Aufnahme, Versorgung und akkurate Buchführung ist besonders Magdalena Piklaps in Memel, Gerlinde Stungurienė in Heydekrug und dem Ehepaar Erna und Peter Vaišvilis in Pogegen sehr zu danken.

Veröffentlicht am 02.01.2020
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