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Donnerstag, 17. Januar 2019

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BJO feiert Advent

„Alle Jahre wieder“: Schon seit 27 Jahren trifft sich der BJO zum Adventstreffen in Ostpreußen Bild: Edyta Gladkowska

Osterode – Vom 29. November bis zum 2. Dezember trafen sich Jugendliche vom Bund Junges Ostpreußen (BJO) und aus verschiedenen Gesellschaften der Deutschen Minderheit in der ­Woiwodschaft Ermland-Masuren, aber auch Vertreter aus Danzig in Osterode, um an diesem ersten Adventswochenende die Weih-nachtszeit einzuläuten.
Ebenfalls vor Ort war eine große Delegation der Landesgruppe Bayern der Landsmannschaft der West- und Ostpreußen, dem offiziellen Veranstalter des Treffens. Deren Vorsitzender Friedrich Wilhelm Böld und seine Frau Pia sind seit Jahren dabei, um mitzuerleben, was der BJO mit der dank der Landsmannschaft erlangten finanziellen Unterstützung durch das bayerische Sozialministerium auf die Beine stellt. Das offizielle Grußwort bei der Adventsfeier überließ er diesmal gerne seinem Stellvertreter, dem ehemaligen BJO-Vorsitzenden Rüdiger Stolle. Dieser erinnerte daran, dass der BJO seit inzwischen 27 Jahren zum ersten Adventswochenende ins ehemalige Ostpreußen und dabei seit 25 Jahren nach Osterode einlädt. Teilnehmer der für alle Seiten sehr wichtigen Integrationsveranstaltung seien vor allem junge Menschen.
Auch Rainer Claaßen ist nach seiner Zeit beim BJO in der Landsmannschaft der West- und Ostpreußen in Bayern aktiv, für deren Zeitschrift „Preußenkurier“ verantwortlich und regelmäßig Gast des Adventstreffens. An ein Projekt erinnert er sich nicht nur im Rückblick auf das 25-jährige Jubiläum dieser Treffen sehr gerne: „Das sind die Fahrten polnischer Schüler nach Bayern, die auch heute noch stattfinden und die wir unterstützen. Angestoßen haben das mein Freund, der Deutschlehrer Jarosław Kowalski aus Guttstadt und seit November Bürgermeister seiner Stadt, und ich gemeinsam mit einer ersten Gruppe seiner Schüler. Heute kommen regelmäßig Gruppen aus Sensburg, Neidenburg und Elbing, und zuletzt haben wir eine Schülergruppe aus Bayern dorthin geschickt.“
Solche Begegnungen zwischen jungen Menschen sind auch dem derzeitigen BJO-Vorsitzenden Tobias Link sehr wichtig: „Gerade das Adventstreffen ist für uns von großer Bedeutung, da wir hier unsere Freunde aus der Region treffen.“ Hauptorganisator Friedrich Mudzo ergänzt: „Inzwischen sind auch einige Menschen dabei, die nicht familiär mit Ostpreußen verbunden sind. Das ist ein Zeichen, dass wir mit unserem Einsatz für das Thema Ostpreußen Menschen für diese Region gewinnen.“
Ein exotischer Gast war diesmal sogar mehrere Tausend Kilometer unterwegs. Swietłana Goriewa arbeitet im Russisch-Deutschen Kulturzentrum in Abakan, der Hauptstadt der sibirischen Republik Chakassien, einer Region, in der viele von Stalin zwangsweise umgesiedelte Wolgadeutsche leben. Sie hatte von einer Freundin aus Königsberg vom Adventstreffen erfahren und wollte Eindrücke für die eigene Tätigkeit sammeln.
Bei der Adventsfeier waren auch drei Personen aus dem Vorstand der Turnitzmühle Heritage Foundation dabei, die sich für das kulturelle Erbe der Region vor allem in der Nähe ihres Sitzes, des Ortes Turnitzmühle, einsetzt. Sie unterstützte den evangelisch-augsburgischen Pastor von Osterode Wojciech Płoszek bereits letztes Jahr bei der Errichtung eines Steins für einen unbekannten deutschen Soldaten in Langgut bei Dietrichswalde. „Für das kommende Jahr planen wir dort die Exhumierung und anschließende erneute Bestattung weiterer gefallener Soldaten“, so Pastor Płoszek, „das Projekt wird gerade vom Institut für nationales Erbe (IPN) der Republik Polen begutachtet. Die ersten Signale waren positiv.“
Pastor Płoszek war gemeinsam mit Domherr André Schmeier, dem katholischen Seelsorger der deutschen Minderheit in der Region, für die geistlichen Worte bei der Adventsfeier zuständig. Rüdiger Stolle steuerte eine Weih-nachtsgeschichte aus Königsberg bei.
Die weitere Gestaltung lag aber in den Händen der Teilnehmer, angefangen mit dem festlichen Schmücken der Tische mit selbst gebastelten Werken und selbst gebackenen Plätzchen über das gemeinsame Singen und Tanzen bis hin zur Zubereitung der traditionellen Feuerzangenbowle. Diese ist immer ein wichtiges Zeichen für alle Teilnehmer der Adventsfeier: Wenn sie fertig ist, beginnt der geselligere Teil des Abends.
   Uwe Hahnkamp

Veröffentlicht am 19.12.2018
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