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Das Heimatmuseum soll umziehen

Jurij Userzows Sammlung wächst ständig – Räume in der Schule platzen aus allen Nähten
Das Dach ist bereits neu gedeckt: Gebäude aus dem Jahr 1907 Foto: KG Tilsit-Ragnit

Von Manuela Rosenthal-Kappi

Das Museum des engagierten Schuldirektors Jurij Userzow ist eine feste Größe einer jeden Ostpreußenreise und wichtige Anlaufstelle für diejenigen, die etwas über Dörfer im nördlichen Ostpreußen, deren Bewohner oder auch eigene Familienmitglieder erfahren wollen. Den Lesern der PAZ ist Userzow kein Unbekannter. Als Teilnehmer des Deutsch-Russischen Forums wurde mehrfach über ihn berichtet. Für seine Verdienste um Ostpreußen und den Erhalt des reichen Kulturerbes zeichnete die Landsmannschaft Ostpreußen ihn anlässlich des 7. Deutsch-Russischen Forums 2014 in Tilsit mit der Silbernen Ehrennadel aus.
Userzow gründete das in der Schule von Breitenstein/Kraupischken beheimatete Museum am 17. November 1981, also noch zur Zeit des Eisernen Vorhangs. Was bescheiden anfing, dehnte sich bald über vier Räume der Schule aus. Dank der Hilfe vieler Ostpreußen, die ab Anfang der 1990er Jahre erstmals wieder ihre Heimat bereisen konnten, wurde Userzows Sammlung bald um Fotos, Urkunden, Dokumenten oder auch Gegenständen aus der Vorkriegszeit reicher. Die Sammlung enthält nicht nur Exponate und Dokumente aus Kraupischken und Umgebung, sondern aus  dem gesamten Königsberger Gebiet.
Inzwischen haben Gäste aus zirka 60 Ländern der Welt das kleine Museum besucht, darunter auch einige Prominente. Da die Sammlung ständig weiterwächst und die vier Schulräume aus allen Nähten platzen, hat Userzow vor Kurzem ein unbewohntes, ehemals deutsches Haus in der Nähe der Schule erworben, das 1907 erbaut wurde und in das er nach umfangreichen Renovierungsarbeiten mit seinem Museum umziehen möchte. Dank zahlreicher Spenden konnte inzwischen das Dach neu gedeckt werden. Wie lange es dauern wird, bis das Museum eröffnet wird, hängt davon ab, wie viel Unterstützung Userzow erhalten wird. Er wird alle Hebel in Bewegung setzen, damit das Heimatmuseum erhalten bleibt und weiterhin als Brücke zwischen den Völkern und Zeiten der Völkerverständigung dienen kann. Ein wichtiger Beitrag angesichts der derzeitigen politischen Spannungen zwischen Deutschland und Russland.
 
Museum Schule Kraupischken Nemanskij rajon, pos. Uljanowo, ul. Schkolnaja 8, Telefon 8(40162) 2-53-58

Veröffentlicht am 27.05.2020
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