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Das Kleinod der Kultur erhalten

Warum junge Menschen sich in der Landsmannschaft Ostpreußen engagieren – Zwei Beispiele
Wie lebten die Menschen in Ostpreußen? Straßenszene aus Ragnit Ende der 1930er Jahre Foto: Archiv PAZ

Philipp Ammon und Maximilian Zink sind Studenten der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie sind, wie auch der Vorsitzende der Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit und Verfasser dieser Anmoderation, Mitglieder der Gründungsburschenschaft Arminia auf dem Burgkeller zu Jena und entsprachen, gemeinsam mit weiteren Bundesbrüdern, dem Wunsch des Kreisvertreters, Mitglieder der Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit zu werden. In einem Beitrag für den aktuellen Heimatbrief der Kreisgemeinschaft erläutern sie die Beweggründe, die sie als junge Menschen veranlassten, sich für das Erbe und den Erhalt der Kultur eines Teils der ehemaligen deutschen Ostgebiete einzusetzen. Der Artikel ist eine Bestätigung unserer Arbeit und bestärkt uns in unserem Willen, den eingeschlagenen Weg unbeirrt fortzusetzen.

Dieter Neukamm
Kreisvertreter KG Tilsit-Ragnit

Fragen zur Heimat der Vorfahren
„Ostpreußen lebt!“ Mit diesem Ausruf wurde auf unseren Eintritt in die Landsmannschaft Ostpreußen im letzten Tilsiter Rundbrief reagiert. Für die Leser dieser Zeilen mag sich die Frage nicht stellen, aber manch ein anderer wird sich fragen: „Was treibt einen jungen Menschen dazu, sich für die Kultur und das Erbe der ehemaligen deutschen Ostgebiete zu interessieren und sogar zu engagieren?“
In unserem Fall war die Abstammung von Vertriebenen aus Ostpreußen der erste Bezugspunkt zu der Heimat unserer Ahnen. Was war das für ein Land, aus dem unsere Urgroßeltern stammten, in dem sie aufwuchsen, arbeiteten und lebten? Welchen Dialekt sprachen sie, wie sahen ihre Trachten aus, welche Kultur und Traditionen pflegten sie?
Um diese Fragen, die auch unsere Identität als junge Deutsche beeinflussen, zu beantworten, beschäftigten wir uns zunächst mit der Geschichte des östlichsten deutschen Landes, dem der dunklen Wälder zwischen Weichsel und Memel, seinem Liedgut, seiner Landschaft und seinen Menschen. Dieses Kleinod der menschlichen Kultur, als Schmelzpunkt zwischen Deutschland, Litauen und Polen, darf und wird nicht vergessen werden.
Doch wer sollte uns dazu Auskunft geben? An die Urgroßeltern konnten wir uns nicht wenden, da sie verstarben, bevor wir alt genug waren, um Fragen zu stellen. Unsere Großeltern und Eltern konnten uns nur noch Geschichten unserer Vorfahren erzählen, einzelne Worte des Dialekts nennen und einige Fotos von Haus und Hof im Osten zeigen. Doch auf die Fragen nach unserer Herkunft brauchten wir Antworten. Aus dieser Erkenntnis heraus war der Schritt zur Landsmannschaft Ostpreußen nur eine logische Konsequenz.
Für uns stellt Ostpreußen deshalb Erbe und Verpflichtung zugleich dar. Die Geduld, über Jahrhunderte aus Wäldern und Sümpfen trotz aller Widrigkeiten eine Kulturlandschaft zu formen, der Zusammenhalt, der auch nach Krieg und Vertreibung nicht gebrochen werden konnte, und die Zuversicht, auch in einer neuen Heimat die alte im Herzen zu tragen. Lasst uns das niemals vergessen. Ostpreußen lebt!
Philipp Ammon und Maximilian Zink

Veröffentlicht am 20.05.2020
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