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In Osterode führte die LO gemeinsam mit dem VdGEM ihre 6. Olympischen Sommerspiele durch
Spaß und Spiel in Osterode: Athleten beim Dreikampf Bild: U.H.

Bereits zum sechsten Mal fand in diesem Jahr die Sommerolympiade der deutschen Jugend im südlichen Ostpreußen statt, die der Verband der deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren (VdGEM) und die Vertretung der Landsmannschaft Ostpreußen (LO) in Allenstein organisieren.

Am ersten verlängerten Wochenende der Schulferien, vom 22. bis 24. Juni, versammelten sich 80 Jugendliche ab 13 Jahren in Osterode, um sich kennenzulernen und in sportlichen Disziplinen gegeneinander anzutreten.
Die Organisatoren der Sommerolympiade 2018 hatten sich wegen des im vergangenen Jahr renovierten städtischen Stadions für Osterode als Austragungsort entschieden. Die dortigen neuen Einrichtungen für Leichtathletik bieten gute Möglichkeiten für Sportfeste. Dafür ließ das Wetter zu wünschen übrig. „Die letzten Jahre in Sensburg war es sehr warm, hier waren es 15 Grad Celsius und es blies außerdem ein kühler Wind. Doch zumindest war es während der Leichtathletik-Wettkämpfe trocken“, freut sich Hauptorganisatorin Edyta Gładkowska vom Büro der Landsmannschaft Ostpreußen in Allenstein, „der Stimmung tat es jedenfalls keinen Abbruch“.
Lautstarke Anfeuerungsrufe trieben die jungen Athleten zu besseren Leistungen, wenn auch für viele von ihnen der Spaß und das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund standen – ganz im Sinne übrigens von Arkadiusz Leska, dem ehemaligen Vorsitzenden der Kulturgesellschaft der Deutschen Heimat in Ortelsburg, der die Sommerolympiade vor sechs Jahren initiiert hatte. „Wir wollten die Jugendlichen, die weit verstreut in der Region leben, über den Sport zusammenbringen. Wichtig ist uns, dass sie mehr über ihre Heimat erfahren; die sportlichen Ergebnisse natürlich auch, aber Rekorde erwarten wir nicht“, erklärte Leska mit einem Augenzwinkern.
Dabei war nicht zu übersehen, dass vor allem bei den männlichen, aber auch bei weiblichen Teilnehmern ehrgeizige Sportler mit dabei waren. Damian Cichecki aus Rastenburg etwa, der sich die Devise von Julius Caesar „veni, vidi, vici“ auf die Fahnen geschrieben hatte und für seine Stadt siegen wollte. Das gelang ihm bei seinem Debüt bei der Sommerolympiade auch. Mit 4,90 Metern entschied er den Weitsprung für sich, mit 51,10 Metern auch den Weitwurf. Er unterlag lediglich im 60-Meter-Lauf dem späteren Dritten Marek Kuhn aus Allenstein und gewann den Dreikampf der Männer. Auf den zweiten Platz schob sich Patryk Anisko aus Braunsberg, der auch noch im 600-Meter-Lauf siegte. Bei den Frauen ließ Vorjahressiegerin Agata Wielkopolan aus Allenstein alle Konkurrentinnen wieder hinter sich.
Eine starke Mannschaftsleistung boten die Athleten aus Ortelsburg. Beim übrigens für alle Teilnehmer verpflichtenden Dreikampf belegte Kamila Wachowska bei den Juniorinnen den ersten Platz, und mit Michał Wieczorek, Szymon Milewski und Adam Szczęsny standen gleich drei ihrer Vertreter auf dem Podest bei den Junioren. Im Beachvolleyball, das am Sonnabendnachmittag ausgetragen wurde, konnten sie ebenfalls den Sieg für sich verbuchen.  
Gerade Volleyball als Mannschaftssportart trug zusammen mit der Integration der Teilnehmer am Freitag Abend zu einem Gemeinschaftsgefühl der deutschen Jugendlichen aus dem südlichen Ostpreußen bei. Am Sonntag ging es für sie in einer Stadtbesichtigung und Schnitzeljagd um Wissens über Osterode und Ostpreußen. Bei einem anschließenden Quiz gab es auch für die weniger sportlichen Teilnehmer die Chance auf Gewinne. Dank ihres lokalen Wissen schnitten bei den Junioren drei Mädchen aus Osterode am besten ab.
Für das nächste Jahr steht noch einmal Osterode auf dem Plan, aber die Organisatoren denken schon weiter, wie Arkadiusz Leska erklärt: „Man sollte ja immer wieder etwas Neues bieten. Eine Idee war, Jugendliche aus Schlesien einzuladen, eine zweite, einmal eine besondere Ausgabe der Olympiade auf deutschem Boden zu machen.“ Ob sich davon etwas verwirklichen lässt, wird die Zukunft zeigen. Für das Jahr 2018 jedenfalls ist das olympische Feuer erst einmal erloschen.
    Uwe Hahnkamp

Veröffentlicht am 11.07.2018
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