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Hoher Besuch

Der lettische Staatspräsident im Ostpreußischen Landesmuseum
Freude und Zufriedenheit bei allen Beteiligten: (v. l.) Maria Bering, Leiterin der Gruppe „Geschichte, Erinnerung“ bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Iveta Vejone, First Lady, Raimonds Vejonis, Lettischer Staatspräsident, Joachim Mähnert, Museumsdirektor, Rolf-Dieter Carl, Vorstandsvorsitzender Ostpreußische Kulturstiftung Bild: Ostpreußisches Landesmuseum

Am vergangenen Sonnabend, dem 23. Februar, konnte sich das Ostpreußische Landesmuseum über einen besonderen Höhepunkt freuen: Der Präsident der Republik Lettland, S.E. Raimonds Vejonis, kam zu Besuch nach Lüneburg, um die neue Deutschbaltische Museumsabteilung im Ostpreußischen Landesmuseum in Augenschein zu nehmen. Die Hansestadt war nach Berlin und Hamburg seine dritte Station während seines fünftägigen hochoffiziellen Staatsbesuches in Deutschland. Für Lüneburg war es der erste offizielle Besuch eines ausländischen Staatsoberhaupts – eine gewaltige Herausforderung an Sicherheit und Protokollabstimmung für alle Beteiligten!
Nach kurzem Empfang im Rathaus mit Eintrag ins Goldene Buch der Stadt und einer halbstündigen Visite im Brömsehaus, dem Kultur- und Begegnungs-zentrum des Deutschbaltischen Kulturwerks, bei der das Archiv und die Jugendarbeit der Deutschbalten im Fokus standen, folgte ein Rundgang in der neugestalteten Dauerausstellung des Ostpreußischen Landesmuseums, das seit August 2018 eine Deutschbaltische Abteilung beinhaltet. Als Biologe hatte sich der frühere Umweltminister sehr für Naturschutzbelange in seinem Land eingesetzt. Entsprechend interessiert zeigte er sich von den großen wunderbaren Dioramen im Museum. Natürlich spielte auch die Hanse eine zentrale Rolle sowie die baltischen Herrenhäuser, von denen viele in den letzten Jahren wieder großartig hergerichtet werden konnten. Viele aber sind noch immer vom Verfall bedroht.
Im Anschluss an die Führung folgte eine Podiumsdiskussion zum Thema „80 Jahre nach der Umsiedlung: Die Deutschbalten in Lettland – damals und heute“, die der Präsident mit einem Grußwort einleitete.
Der Staatspräsident hob die gemeinsame Geschichte zwischen Lüneburg und Lettland hervor, die sich keineswegs mit der mittelalterlichen Deutschen Hanse erschöpfe. „Seit dem Ende der sowjetischen Besatzung sind fast 30 Jahre vergangen, und in der lettischen Gesellschaft ist das Bedürfnis nach einem neuen Blick auf die gemeinsame Vergangenheit gewachsen. Ich hoffe, dass die jetzt folgende Diskussion über die deutschbaltische Identität zur Stärkung des Zugehörigkeitsgefühls beitragen und die Voraussetzungen für eine Wiederbelebung der jüngeren Generationen schaffen wird“, betonte Raimonds Vejonis. Auf dem Podium diskutierte der lettische Präsident der Akademie der Wissenschaft mit zwei deutschen Historikern und einem jungen Studenten aus deutschbaltischer Familie.
Der mehrstündige Museums-aufenthalt klang mit einem kleinen Empfang und anregenden Gesprächen aus.
Der Besuch bedeutet für das Museum eine hohe Ehre, die seinen internationalen Anspruch für die Lüneburger eindrucksvoll zur Schau stellte, denn die große Eskorte – darunter 15 Polizeimotorräder – mitten am Sonnabend mit seinem großen Markttag, verbunden mit Straßensperrungen und Umleitungen, waren natürlich eine noch nie gesehene Attraktion. Die Museumsmannschaft, konfrontiert mit einem strengen, minutengenauen Protokoll des Staatsbesuchs, kann sich aber freuen, dass nur sechs Monate nach seiner Wiedereröffnung ein hoher Staatsgast die Mühen zur neuen Ausstellung mit seinem Besuch würdigte. Die Freude und Zufriedenheit war allenthalben spürbar.     OL

Veröffentlicht am 27.02.2019
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