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Siebte Sommerolympiade in Osterode

LO und VdGEM luden zum Wettbewerb ein – 70 Jugendliche traten an, um ihre Kräfte zu messen
Angenehme Atmosphäre bei sommerlichen Temperaturen im Stadion: Teilnehmer messen sich im Weitsprung Foto: U.H.

Das erste Wochenende der Schulferien ist inzwischen traditionell der Sommerolympiade der deutschen Jugend im südlichen Ostpreußen vorbehalten, die der Verband der deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren (VdGEM) und die Vertretung der Landsmannschaft Ostpreußen (LO) in Allenstein organisieren.

Der Termin ist fest im Kalender der jungen Menschen, die auch zur siebten Ausgabe in diesem Jahr, der zweiten in Osterode, in Scharen kamen. Vom 21. bis 23. Juni versammelten sich 70 Jugendliche zu Sport und Integration.
Nach den positiven Erfahrungen des vergangenen Jahres hatten sich die Organisatoren der Sommerolympiade auch in diesem Jahr für Osterode und das dortige Stadion als Austragungsort entschieden. Und diesmal ließ auch das Wetter nichts zu wünschen übrig, so Hauptorganisatorin Edyta Gładkowska vom Büro der Landsmannschaft Ostpreußen in Allenstein: „Sonnig, aber nicht zu heiß, etwas windig. Ideal für die leichtathletischen Disziplinen wie den Dreikampf und den Langlauf, aber auch später für Beachvolleyball und Schwimmen.“ Auch die gelungene Integration mit den „tollen jungen Menschen“ am Freitagabend vor den sportlichen Wettkämpfen ließ sie am Sonnabendmorgen sehr gute gemeinsame Stunden erwarten.
Ein kleiner Wermutstropfen zu Beginn: Es war niemand von den eingeladenen Ehrengästen zur Eröffnung der Olympiade ins Stadion gekommen. Aber davon ließen sich die Jugendlichen aus den verschiedenen Organisationen der Deutschen Minderheit im südlichen Ostpreußen nicht die Stimmung verderben, als feierlich die olympische Fahne hereingetragen und das olympische Feuer entzündet wurde. Abgelenkt wurden sie vielmehr im Lauf des Tages von einem stattlichen jungen Läufer, der gerade im Osteroder Stadion trainierte und dessen Autogramm später viele der Olympiatrikots der Teilnehmer schmückte. Karol Zalewski kommt aus Rößel, startete bis vor Kurzem für den Sportclub der Ermländisch-Masurischen Universität in Allenstein und errang 2018 bei der Hallen-Weltmeisterschaft in Birmingham mit der polnischen 4x400-Meter-Staffel Gold und Weltrekord. Ein großes Vorbild für die jungen Männer, die sich bei ihrem eigenen Start ehrgeizig ins Zeug legten.
Dass es neben der sportlichen Seite der Veranstaltung auch darum geht, die weit verstreut lebenden Jugendlichen zusammenzubringen und ihnen Wissen über ihre Heimatregion zu vermitteln, hielt die sportbegeisterten Teilnehmer nicht davon ab, sich bei lautstarken Anfeuerungen gegenseitig zu guten Leistungen anzutreiben. Knapp war es immer wieder: eine hundertstel Sekunde entschied den 60-Meter-Lauf der Junioren, einige Zentimeter den Weitsprung der Juniorinnen. Wie im Vorjahr waren die Athleten aus Ortelsburg kaum zu schlagen. Beim Dreikampf der Juniorinnen lag Kinga Długokecka vorn, bei den Junioren Szymon Milewski und bei den Männern Michał Wieczorek. Nur bei den Frauen hatte mit Aleksandra Kołodziejczyk eine Lokalmatadorin die Nase vorne. Außerdem verteidigte Patryk Anisko aus Braunsberg seinen Titel im 600-Meter-Lauf und Weronika Oleszkiewicz aus Osterode gewann das Schwimmen, das in diesem Jahr wieder ausgetragen wurde. Der Beachvolleyball, der in gemischten Mannschaften ausgetragen wurde, entschieden die Ortelsburger dagegen fast komplett für sich.
Für die weniger sportliche Fraktion der Teilnehmer fasste Julian Matczak aus Heilsberg die Motivation humorvoll zusammen: „Ich bin eher hier, um den Durchschnitt der Ergebnisse zu senken. Dabei sein ist alles. Die Organisation ist gelungen, die Atmosphäre hervorragend, und es macht sehr viel Spaß mit den Kollegen hier.“ Chancen auf Preise gab es für diese Gruppe am Sonntag nach einer Stadtbesichtigung und einer Schnitzeljagd zum Wissen über Osterode und Ostpreußen im daran anschließenden Quiz. Auch dieser landeskundliche Teil, das Wissen um die eigene Region, ist den Organisatoren sehr wichtig. Welche Stadt im nächsten Jahr bei der achten Sommerolympiade der Jugend erkundet werden soll, steht noch nicht fest. Einig sind sich aber Teilnehmer und Organisatoren gleichermaßen, dass sie stattfinden soll, so Gładkowska: „Das olympische Feuer ist für 2019 gelöscht. Lasst es uns im nächsten Jahr  wieder entfachen.“
Die Sommerolympiade wurde durch das polnische Ministerium für Inneres und Verwaltung, das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Danzig, die LO, den VdGEM und den Bund Junges Ostpreußen, die Stadt Osterode und den Kreis Osterode gefördert.     Uwe Hahnkamp

Veröffentlicht am 03.07.2019
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