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Tag der Heimat 2020 in Anklam

270 Besucher – „Es wurde aber auch höchste Zeit, dass wir uns wiedersehen“
v.l.: MdB Philipp Amthor; MdL Dr. Matthias Manthei; Pfarrer Bernhard Riedel, Pommernkonvent; Manfred Schukat; Friedhelm Schülke. Foto: privat

Von Manfred Schukat

Der 30. Jahrestag der Deutschen Einheit wurde in Anklam bereits vor einer Woche festlich und feierlich begangen. Noch drei weitere Anlässe standen auf dem Programm des Bundes der Vertriebenen für den letzten Sonnabend: Der jährliche Tag der Heimat, Erntedank 2020 und das Denkmal für Flüchtlinge und Heimatvertriebene in Anklam. Letzteres wurde fast auf den Tag genau vor 25 Jahren in der Wallanlage am Steintor errichtet.
Das Gesundheitsamt des Landkreises Vorpommern-Greifswald hatte grünes Licht für den 29. Tag der Heimat am 26. September 2020 im Volkshaus Anklam gegeben. Denn Mecklenburg-Vorpommern ist eines der Länder mit den geringsten Corona-Infektionszahlen. Das vereinbarte Hygiene-Konzept schrieb unter anderem Mundschutz und Desinfektion im Eingangsbereich, Plexiglasscheiben an den Ständen und eine vorherige namentliche Anmeldung und Erfassung der Teilnehmer vor. Dadurch waren nur halb so viele wie sonst gekommen. Besonders der Verzicht auf Händeschütteln und Umarmung fiel vielen Besuchern nach so langer Zeit der Trennung sichtlich schwer.
Originalton Professor Dr. Klaus Kowalewski aus Bad Doberan (früher Lyck/Masuren): „Es wurde aber auch höchste Zeit, dass wir uns wiedersehen!“ Diesem Tenor der Veranstaltung gab auch Manfred Schukat, Vorsitzender der Ostpreußen-Landesgruppe MV und des BdV Vorpommern e.V., in seiner Begrüßung Ausdruck. Es gelte aber auch, vernünftig zu sein. Die heutige Situation lasse sich überhaupt nicht mit 1945 vergleichen. Dazu passend hielt Pfarrer Bernhard Riedel aus Penkun vom Konvent Evangelischer Gemeinden aus Pommern eine Andacht über das Bibelwort: „Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5, 7).
Anerkennende Grußworte entboten der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor und der Landtagsabgeordnete Dr. Matthias Manthei. Die Grüße aus der Heimat überbrachten Detlef Rach aus Stolp, Peter Jeske aus Köslin und Alfons Rekowski aus Rummelsburg von den dortigen Deutschen Vereinen. Sie hatten die weite Anreise mit 10 Personen nicht gescheut, nur um wieder in Anklam dabei sein zu können. Die Festansprache zu 30 Jahren Deutsche Einheit hielt Friedhelm Schülke vom BdV-Vorstand. Er fragte: Warum bedarf es besonderer Gedenktage? Was ist deutsch? Wie steht es um die Einheit? Als Hobby-Etymologe kam er besonders auf das Wort „deutsch“ zu sprechen, das nichts anderes als „des Volkes Sprache sprechen“, „verständlich reden“ bedeutet.
Wie üblich war auch eine Saalrunde ostpreußischer Bärenfang gleich zu den genannten vier Anlässen fällig, die darüber hinaus noch desinfizierend wirkte. Den Vormittag umrahmte musikalisch der Posaunenchor Bansin unter der bewährten Leitung von Helmut Friedrich, während am Nachmittag erstmals das Blasorchester „Die Tollensetaler“ mit seinem  Leiter Frank Barke auftrat und viel Applaus erntete. Wegen der besonderen Corona-Situation und Starkregen konnte der vorbereitete Kranz zum 25-jährigen leider nicht am Denkmal niedergelegt werden. Auch der vorbereitete Auflass vieler Friedenstauben musste ausfallen. So blieben die meisten der 270 Besucher bis zum Schluss, darunter auch einige Gäste aus Berlin, Hamburg und Leipzig. Man ging in der Hoffnung auseinander, sich bald ohne Einschränkungen in Anklam wiederzusehen.

Veröffentlicht am 07.10.2020
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