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Perle Masurens

Band zur Geschichte Lötzens ist erschienen

Es ist 400 Jahre her, dass das ostpreußische Lötzen zur Stadt erhoben wurde. Am 26. Mai 1612 verlieh der Kurfürst von Brandenburg und preußische Herzog Johann Sigismund der Siedlung Lötzen die vollen Stadtrechte – seither führt diese das Wappen mit den drei silbernen Brassen.

Die Geschichte des Ortes aber ist viel älter. Bereits nach den Missionsversuchen im Prußenland durch den Heiligen Bruno von Querfurt wohnten Menschen in der Region und nach der Eroberung durch den Deutschen Orden im 13. Jahrhundert wird eine  Siedlungsgründung an der Ordensburg Letzenburg erwähnt. Nach dem Tartareneinfall 1657 wurde nahezu die ganze Stadt zerstört, 1686 brannte sie erneut ab. 1709 bis 1711 folgte die Pest, nach Missernten kam der Siebenjährige Krieg, dem eine vierjährige russische Herrschaft nachging. 1806 marschierten wie auch 1812 die Truppen Napoleons durch die Stadt. Bereits seit 1738 war Lötzen Garnisonsstadt, von 1844 bis 1875 wurde die Feste erbaut, die nach dem preußischen Kriegsminister Hermann von Boyen benannt wurde.

Die ersten Straßen verliefen im 17. Jahrhundert nach Warschau, Danzig und Königsberg und am 8. Dezember 1868 erreichte die erste Eisenbahn von Königsberg den späteren Knotenbahnhof. Mit dem 1857 erbauten Kanal zwischen Mauersee und Löwentinsee waren Schiffsreisen nach Johannisburg und Angerburg möglich.

Vor dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich die Stadt zum Wirtschaftszentrum der Umgebung und erstmals wurde der Begriff „Herz und Perle Masurens“ für die 7000 Einwohner zählende Stadt geprägt. Nach dem Ersten Weltkrieg stimmte am 11. Juli 1920 die Bevölkerung nach den Regeln des Friedensvertrages von Versailles für den Verbleib bei Deutschland.

Im Zweiten Weltkrieg war Lötzen 1939 Aufmarschgebiet für den Polen-Feldzug und 1941 für den Angriff auf die Sowjetunion. 1944 erfolgten die ersten Bombenangriffe auf Stadt und Festung Boyen und am 25. Oktober 1944 erfolgte der Evakuierungsbefehl Richtung Westen. Von den verbliebenen rund 300 Deutschen wurde ein Teil im Oktober 1945 nach Mecklenburg abtransportiert. Die Geschichte der heute polnisch „Gicycko“ genannten Stadt hat das Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen jetzt in Zusammenarbeit mit der Kreisgemeinschaft Lötzen in einer zweisprachigen Ausstellung mit 46 Bildtafeln in der Feste Boyen in Lötzen dargestellt. Dazu wurde eine illustrierte Stadtgeschichte in Buchform aufgelegt, der genau diese 46 Tafeln in handlicher Form enthält.

Manfred E. Fritsche

Veröffentlicht am 18.07.2012
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