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Neue Schilder und Tafeln geben Orientierungshilfen – Königsberg und Rauschen sind Vorreiter
Vorbereitung auf Touristenansturm: Neue Hinweistafeln auf Sehenswürdigkeiten in Königsberg Bild: J.T.

Das Königsberger Gebiet gibt sich europäisch. Zurzeit werden Hinweisschilder und -tafeln für Sehenswürdigkeiten aufgestellt. Ansporn dazu ist ein Anstieg von Besucherzahlen, vor allem aus Russland.


Wegen der sich verschlechternden geopolitischen Lage, des Verfalls des Rubelkurses, des massenweisen Bankrotts von Reiseagenturen im vergangenen Jahr ziehen es viele Russen vor, auf dem Territorium ihres Staates Urlaub zu machen. Der Binnentourismus hat einen unerwarteten Aufschwung erfahren.
Zu den Maifeiertagen war das Königsberger Gebiet neben Sotschi, Simferopol und Mineralnye Wody zum beliebtesten Reiseziel der Russen aufgestiegen. Schon Anfang Mai waren die Hotels im Gebiet zu 90 Prozent ausgebucht. Das hatte es zuvor noch nicht gegeben. Einen Besucheranstieg verzeichnen auch die Museen des Gebiets. Vor allem der Dom, das Bernsteinmuseum und das Ozeanmuseum erfreuen sich großer Beliebtheit.
Vor diesem Hintergrund erscheint es logisch, dass man sich im Gebiet darauf vorbereitet und bemüht ist, die Infrastruktur zu verbessern. Kürzlich hat man deshalb damit begonnen, touristische Informationstafeln und Hinweisschilder aufzustellen. In Königsberg wurden 28 Informationstafeln aufgestellt. Sie befinden sich an den belebtesten Orten der Stadt, in der Nähe von Sehenswürdigkeiten und an wichtigen Straßenkreuzungen wie im Stadtteil Amalienau und an den Kreuzungen in Richtung Friedländer Tor oder am Litauer Wall. Vier Hinweisschilder wurden allein auf dem Hansaplatz aufgestellt.
Außerdem enthalten die Hinweisschilder einen Stadtplan, auf dem die Lage der Sehenswürdigkeiten angezeigt wird, die in einem Radius von einem 15-minütigen Fußweg liegen. Die Informationstafeln wurden auf Empfehlung des Kulturministeriums der Russischen Föderation erarbeitet. Auf den Tafeln gibt es neben Angaben der Lage auch Informationen zur Geschichte der Denkmäler.
Laut Stadtverwaltung sind die Tafeln in ihrem Stil denen der meisten europäischen Länder angepasst: Weiße Schrift auf dunkelbraunem Grund wird auch in Polen und der Bundesrepublik Deutschland für touristische Hinweisschilder genutzt.
Hinweistafeln hat es in Königsberg zwar schon vor einigen Jahren gegeben, doch da diese auf Initiative einzelner kultureller Einrichtungen oder von der Verwaltung angefertigt wurden, sind sie in ihrem Stil uneinheitlich.
Die neuen Hinweistafeln wurden von der Regionalregierung im Rahmen des „Tourismus“-Programms finanziert. Im Frühjahr dieses Jahres hatte das Regionalministerium für Tourismus einen Wettbewerb ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt die Firma „Meteksnak“, die beauftragt wurde, insgesamt 28 Schilder für Königsberg anzufertigen. Auf 14 von ihnen sind Karten abgebildet, auf denen die Sehenswürdigkeiten und touristische Besonderheiten der Stadt angezeigt werden. Bemerkenswert ist, dass auf den Karten eigentlich neben öffentlichen Toiletten auch Bereiche mit kostenlosem Internet angezeigt werden sollten, dies aber nicht geschehen ist. Das hängt offenbar damit zusammen, dass es dies einfach noch nicht gibt.
Erstaunen ruft auch hervor, dass die Informationen auf den Tafeln nur auf Russisch und Englisch erfolgen. Und das, obwohl die weitaus meisten Touristen im Königsberger Gebiet aus der Bundesrepublik  kommen. Offensichtlich gehen die Autoren der Tafeln davon aus, dass diese die englische Sprache ausreichend beherrschen.
Ein solches System mit Informationstafeln wird auch in Rauschen installiert. Den Vertrag in Höhe von umgerechnet 132000 Euro erhielt dieselbe Firma wie in Königsberg. In dem Kurort werden die Tafeln bereits aufgestellt. Insgesamt soll es dort 18 Hinweisschilder geben.    Jurij Tschernyschew

Veröffentlicht am 05.08.2015
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