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Allenstein erhält einen Verkehrsverbund

Ausbau der Bahnstrecke und Haltestellen ist in vollem Gange – Inbetriebnahme im Sommer geplant
Der intensive Ausbau hat begonnen: Arbeiten an der innerstädtischen Bahnstrecke Foto: D.K.

Von Dawid Kazanski

Vieles weist darauf hin, dass die Bewohner Allensteins im kommenden Sommer neue Möglichkeiten zur Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs erhalten. Im September letzten Jahres begann bereits die Erneuerung der Eisenbahnstrecke von Allenstein nach Göttkendorf. Der Ausbau des Schienenverkehrs, der zur Entstehung einer sogenannten Stadtregionsbahn führen soll, befindet sich schon in einer fortgeschrittenen Etappe. Für das Projekt sind die Polnischen Staatsbahnen PKP verantwortlich.
Die neue Zughaltestelle Allenstein-Stadtmitte ist seit Dezember im Betrieb, und es sollen noch drei weitere Bahnsteige errichtet werden, und zwar in den Bezirken Lykusen und Redigkainen sowie an Wirtschafts- und Energiefachschulen, die in der Langseestraße Richtung Stadtzentrum gelegen sind. Dabei ist beeabsichtigt, an der Station in Lykusen eine Ausweichstelle anzulegen, wodurch die Kapazität der Strecke wächst. Wenn man die bereits bestehenden Bahnhöfe und eine Zughaltestelle in Deuthen berücksichtigt, so ergibt sich, dass den Fahrgästen in baldiger Zukunft insgesamt sieben Haltestellen zur Verfügung stehen.
Sieben Haltestellen in Allenstein
Im Rahmen der Bahnstreckenmodernisierung werden die alten durch neue Schienen ersetzt, und eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer ist in Planung. Der zukünftige Fußgänger- und Fahrradtunnel im Jahnweg, der den alten Bahnübergang ersetzen soll,  gewährleistet ein höheres Sicherheitsniveau. Er werde eine bequeme Überfahrt für diejenigen sein, die den Stadtstrand von Allenstein von der Seite der Langseestraße aus besuchen möchten, sagte Martyn Janduła, Sprecher der PKP.
Die Erneuerungen sollen den Reisenden insgesamt einen guten Standard bieten. Die 76 Zentimeter hohen Bahnsteige erleichtern das Einsteigen in die Züge. Eine rutschfeste Oberfläche und eine funktionelle Beleuchtung ermöglichen eine sichere Bewegung auch bei Dunkelheit. Neue Bänke, Überdachungen und gut verständliche Informationstafeln für Fahrgäste sollen für mehr Komfort sorgen. Es werden auch Einrichtungen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität installiert: Rampen, Führungen und Tastwege.
Wenn die Anbindungsbahn fertig ist, will man sich noch um einen Fahrkartentarif bemühen, der es ermöglicht, sich mit einer Fahrkarte zu einem erschwinglichen Preis per Bus, Straßenbahn und Bahn im Ballungsraum Allenstein zu bewegen. Die Vertreter der Polnischen Bahn und des städtischen Transportunternehmens diskutieren über mögliche Lösungen.
Verkehrsverbund wie in Warschau
Nach dem Vorbild anderer Großstädte wie Danzig, Warschau oder Lodz sollen sich die Betreiber der verschiedenen öffentlichen Transportmittel besser ergänzen und den Personennahverkehr optimieren.  Es geht darum, eine Art Verkehrsverbund einzurichten, der einerseits der Verkürzung der Reisezeit dient, und andererseits durch eine Verringerung der Fahrtkosten die Städter dazu anspornen soll, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen und somit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.
Die neuen Einrichtungen werden den Zugang zur Eisenbahn erheblich verbessern, was sich unmittelbar auf den Verkehr innerhalb des Stadtgebiets auswirkt und hilft, die Staus zu reduzieren. Von den Siedlungen Redigkainen, Lykusen und Göttkendorf aus wird es möglich sein, das Stadtzentrum in kurzer Zeit mit dem Zug zu erreichen. Auch die Einwohner der Nachbargemeinden werden profitieren, die mit neuen Bahnverbindungen einen bequemeren Zugang zur Arbeit und zu den Schulen bekommen. Die Kosten für Modernisierungsarbeiten sowie der Umbau der Bahnstrecke im Stadtgebiet belaufen sich umgerechnet auf etwa 15 Millionen Euro.

Veröffentlicht am 12.02.2020
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