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Allenstein führt ein neues System für Müllgebühren ein

Kosten gerechter berechnen, Nichtzahler zur Kasse bitten – Die Stadtverwaltung entschied einstimmig
Die Stadtverwaltung beriet über ein gerechtes Bezahlsystem für die Müllbeseitigung:

Bereits vor der Coronavirus-Pandemie fragten sich die Stadtbehörden, wie man die Gebühren für die Abfallentsorgung effektiver einziehen könnte. Angesichts der wirtschaftlichen Rezession und sinkender Einnahmen für den städtischen Haushalt, könnten die Gebühren für die Abfallentsorgung die prekäre Lage der Kommunalverwaltung erheblich verbessern. Aus diesem Grund will die Stadt ab 2021 Gebühren für die Müllentsorgung einführen, die sich am Wasserverbrauch und nicht an der sogenannten Abfallmeldung orientieren. Die Beamten betonen, dass dies eine wesentlich gerechtere Art der Gebührenberechnung sein wird.
„In Allenstein befindet sich ein großes akademisches Zentrum und viele Studenten, die zur Untermiete wohnen. Man weiß nicht, ob diese Personen Müllgebühren bezahlen. Es kommt auch vor, dass die Stadtbewohner uns nicht melden, dass die Zahl der Menschen in ihren Räumlichkeiten gestiegen ist“, sagte Marta Bartoszewicz, Sprecherin des Allensteiner Stadtamtes.Das Rathaus analysierte mehrere Möglichkeiten, da die Städte in der Republik Polen unterschiedliche Methoden der Erhebung von Abfallgebühren anwenden. In Danzig oder Breslau beispielsweise werden die Gebühren nach der Wohnfläche berechnet, in den meisten Städten Oberschlesiens werden sie pro Kopf erhoben. Die Allensteiner Stadtverwaltung hielt die Berechnung der verbrauchten Kubikmeter Wasser in Bezug auf die Einwohnerzahl für die zuverlässigste Methode. Diese Besteuerungsform wurde Ende Mai auf einer Sitzung des Stadtrates endgültig verabschiedet. Die Stadträte nahmen den Beschluss mit der Mehrheit der Stimmen an, was bedeutet, dass man nächstes Jahr die Abfallgebühren nach dem Wasserverbrauch abrechnen wird.
Die Stadtbehörden möchten mit diesem Wechsel ein Problem loswerden, das darin bestand, dass diejenigen, die in den Abfallerklärungen nicht angegeben waren, von der Allgemeinheit mitfinanziert wurden. Daher sahen sich die Kommunalverwaltungen gezwungen, die Gebühren zu erhöhen.
„Das System muss sich selbst finanzieren, was bedeutet, dass die Stadtverwaltung dem kommunalen Abfallwirtschaftssystem keinen Pfennig hinzufügen kann. Nachdem wir mehrere Jahre lang die Preise auf gleichem Niveau gehalten hatten, waren wir gezwungen, die Gebühren für Abfall zu erhöhen, da folgende Faktoren teurer wurden: Mindestlohn, Transportleistungen und Stromkosten“, erklärte Bartoszewicz.
Es sei daran erinnert, dass laut offiziellen Meldeangaben viel mehr Menschen in Allenstein leben, als die Zahl der Mülldeklarationen vermuten lässt. Nach den Angaben des Statistischen Hauptamtes betrug die Einwohnerzahl von Allenstein Ende Juni 2019 etwa 170.000, aber nur 143.000 Städter erklärten, dass sie die Dienstleistung der Müllabfuhr nutzen. D. K.

Veröffentlicht am 20.06.2020
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