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Allensteiner fordern Ausgleichsflächen

Da die Behörden das Bedürfnis ihrer Bürger nach Grün unterschätzten, wurden diese selbst aktiv
Ein Ort mit Zukunft: Wo heute noch Brachland ist, soll bald ein Park entstehen Bild: D.K.

In Allenstein entstehen ständig neue Siedlungen mit modernen Gewerbegebieten und Geschäften. Die städtische Infrastruktur weitet sich aus, es entstehen Parkplätze oder Fundamente für Bauten. An Ausgleichsflächen wie Parks zur Erholung der Bevölkerung wurde bislang zu wenig gedacht. Deshalb ergriffen Bürger selbst die Initiative und zwangen die Stadt zur Nachbesserung.

Der verdichtete städtische Raum Allensteins zeichnet sich  durch eine hohe bauliche Ausnutzung der Grundstücke aus, aber es mangelt an Grünanlagen, die für einen Ausgleich für zementierte Landschaften sorgen. Zwar ist die größte Stadt des südlichen Ostpreußen dafür bekannt, dass sich in ihren Grenzen 16 Seen befinden, aber je rascher sich die Siedlungen entwickeln, desto größer wird der Bedarf an wohnungsnahen Erholungsgebieten.
Auch wenn es solch einen attraktiven, schönen und pulsierenden Ort wie den Zentralpark gibt, dessen Ausbau 2014 abgeschlossen wurde und der eines der Markenzeichen Allensteins ist, kann er für viele Erholungssuchende nur nach längeren Wegen erreicht werden. Bewohner der am südlichen Stadtrand gelegenen Wohnblockviertel dürfen sich auf die Einrichtung eines neuen Parks freuen, was viele von ihnen enthusiastisch begrüßen.
Die Grünanlage, für deren Ausgestaltung bereits Bagger, Kipper und andere Baumaschinen in dem künftigen Erholungsgebiet im Einsatz waren, soll „Zacisze” (Stille) heißen und sich in dem Bereich zwischen Bartaska- und Bukowskiegostraße befinden. Zurzeit sind die sumpfigen Brachflächen mit hohen Gräsern und Sträuchern bewachsen. In diesem Zustand sind sie wenig einladend für Erholungssuchende. Die künftige Parkanlage liegt am Rande des gleichnamigen Stadtbezirks mit zirka 4000 Einwohnern. In fernerer Umgebung gibt es weitere dicht bevölkerte Viertel, deren Einwohner die entstehenden Grünflächen gerne nutzen werden. Vor allem Mütter mit Kinderwagen oder Kinder im schulpflichtigen Alter, aber auch Jugendliche oder Senioren freuen sich, wenn sie  bald die lange erwünschte Möglichkeit bekommen, anstatt in den Plattenbausiedlungen sich in der grünen Umgebung aufhalten zu können.
Bevor jedoch grünes Licht für den Bau des Erholungsgeländes gegeben worden war, war es anfangs schwer, weil keine Geldmittel aus der städtischen Kasse in Aussicht gestellt wurden. Deshalb taten sich engagierte Bürger zusammen und organisierten das gemeinnützige Mähen von Gräsern und Buschsträuchern. Es wurden ein paar Bänke aufgestellt, und sie richteten einen improvisierten Spielplatz ein. Im vorigen Jahr beantragten sie, dass der Parkentwurf im Allensteiner Bürgerhaushalt berücksichtigt wird, aber das Projekt schlug in der Abstimmungsphase fehl. Zum Glück erschien ein Hoffnungsschimmer am Horizont, als die Stadtbehörden zu dem Entschluss kamen, neue Rückhaltebecken anzulegen, die Wasser beispielweise für die Feuerwehr oder für die Pflege des städtischen Grüns speichern sollen. Eines von ihnen wird sich ausgerechnet dort befinden, wo die Bürger die Einrichtung von Grünanlagen fordern. Dank der Einrichtung des Staubeckens gewinnt der künftige Park eine Wasseranlage, in der zusätzlich ein schwimmender Springbrunnen montiert werden soll. Für die Ästhetik wird es in der Nähe des Brunnens viele kleine Elemente der Parkarchitektur geben, wie Bänke, Blumentöpfe oder Laternen. Es sollen auch Baumalleen für Spaziergänger angelegt werden.
Es werde zweifellos ein weiterer freundlicher Ort zum Ausruhen sein, stellte der Stadtpräsident Piotr Grzymowicz fest, als er im März dieses Jahres den Vertrag über die Durchführung der Investition unterzeichnete. Die Stadt plant auch, die Erholungsgebiete im nach dem Olympiasieger Janusz Kusocinski genannten Kusocinski-Park zu erneuern. Die öffentlichen Grünanlagen wurden Mitte der 1970er Jahre errichtet und erstrecken sich entlang des Bereichs Kleeberger-, Albrecht-, Leonharda- und Fittigsdorfer  Landstraße.
In einer der größten Parkanlagen Allensteins sind zwei künstliche Seen, ein Skatepark, Fitnessgeräte zum Trainieren im Freien, eine steinerne Tischtennisplatte, Kinderspielplätze und vieles mehr zu finden. Leider erkennt man, dass nach beinahe über 40 Jahren der Zahn der Zeit an den Einrichtungen genagt hat. Viele klagen über das ineffektive Drainagesystem, da nach jedem stärkeren Regenfall große Pfützen auftauchen, die man nicht überspringen kann. Manche Flächen sind verwahrlost oder sogar vermüllt. Ende Juli hat deswegen die Städtische Grün-, Straßen- und Transportverwaltung in Allenstein eine Ausschreibung für die Revitalisierung des Kusocinski-Parks veröffentlicht.     Dawid Kazanski

Veröffentlicht am 02.10.2018
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