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Allensteins Bürger durften über Haushalt entscheiden

Zuschauertribünen, Spielplätze, Spazierwege – Die Städter interessierten vor allem Freizeitangebote
Belegte den ersten Platz bei der Abstimmung: Das lange ungenutzte Rugby-Feld soll nach dem Willen der Städter bald Zuschauertribünen erhalten Foto: D.K.

Von Dawid Kazanski

Auf diesen Moment hatten viele Allensteiner gewartet: Die Ergebnisse der Abstimmung über die Verwendung öffentlicher Mittel wurden bekanntgegeben. Die Bürger durften mitentscheiden, welche Ideen zur Entwicklung der städtischen Infrastruktur aus kommunalen Mitteln finanziert werden sollen.
Das Projekt, für das die meisten Stadtbewohner stimmten, ist der Bau von Zuschauertribünen mit 450 Sitzplätzen in dem gerade erst restaurierten Rugby-Stadion. Außerdem ist vorgesehen, ein Bürogebäude für die Rugby-Wettkämpfe zu errichten. Das Stadion in der Gietkowska-Straße war lange Zeit in Vergessenheit geraten. Die mit Unkraut und Sträuchern bewachsene Rasenfläche lag so lange brach, bis die Stadtbehörden beschlossen, das vernachlässigte Sportfeld an den Allensteiner Rugby-Verband zu verpachten.
Die Bürger hatten die Möglichkeit, ihre Stimmen in zwei Kategorien abzugeben: Stadt- und Wohnsiedlungsprojekte. Abstimmen konnten sie entweder traditionell per Stimmzettel oder über das Internet. Insgesamt wurden fast 57 000 gültige Stimmen abgegeben. Es ging um die Zuteilung von anderthalb Millionen Euro für die Umsetzung der eingereichten Anträge.
Aus diesen Mitteln werden mehrere Entwürfe gefördert, die im Wettbewerbsverfahren die meisten Punkte erzielten. Ausgezeichnet wurde unter anderem die Idee der Errichtung von Blumenwiesen an fünf Stellen in der Stadt. Auf jeder Wiese sollen Holzhotels für Insekten aufgestellt werden sowie Informationstafeln. Auf diese Weise sollen Inseln für unterschiedliche Pflanzen- und Tiergattungen geschaffen werden.
Hoch bewertet wurde auch das Vorhaben zur Erweiterung des sehr beliebten Skate-Parks im Bereich des Stadtstrandes, was besonders die Sportbegeisterten erfreute. Interessant ist, dass die Wahlberechtigten neben den unterschiedlichen Angeboten auch das Problem streunender Katzen beschäftigte, die sich unkontrolliert vermehren. Dank den Mitteln aus dem kommunalen Haushalt werden die freilebenden Tiere in ausgewählten Tierkliniken der Kastration unterzogen und nach dem Eingriff bis zu ihrer Freilassung tierärztlich behandelt.
Erwähnenswert ist auch ein Projekt, das zwar zur Stadtinfrastruktur nichts beiträgt, das aber das Allensteiner Kulturleben wesentlich beleben wird. Es handelt sich um eine Reihe von zehn Konzerten mit Blues- und Rockmusik, die in der Altstadt auf dem Fischmarkt stattfinden sollen. Im Sommer haben jeden Mittwoch sowohl Allensteiner als auch Touristen die Gelegenheit, sich bei Blues- und Rockrhythmen zu entspannen.   
Bei der Abstimmung über Siedlungsprojekte erzielten Entwurfe für den Ausbau beziehungsweise die Erneuerung von Parkplätzen, Fahrradwegen oder Bürgersteigen die höchste Punktzahl. Die Teilnehmer der Abstimmung votierten auch für die Erweiterung des Strandes am Okullsee im Bezirk Göttkendorf. Es ist beabsichtigt, den Strand in einen Freizeit- und einen Sportteil zu unterteilen, wobei auch die Erneuerung des Steges sowie der Kauf neuer Bänke und Liegestühle geplant sind.
Das Abstimmungsergebnis spiegelt weifellos die Bedürfnisse der Allensteiner nach Freizeitstätten wider. Aus diesem Grund wird ein bedeutender Teil der Haushaltsmittel in Spielplätze, Freiluft-Fitnessstudios, Parkwege, Erholungsgebiete oder Unterhaltungsveranstaltungen investiert. Bei allen, die Anträge gestellt hatten und ihr großes Engagement zeigten, sowie bei denen, die ihre Stimmen abgegeben hatten, bedankte sich der Stadtpräsident Piotr Grzymowicz.

Veröffentlicht am 10.01.2020
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