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Auf der Dirschauer Straße rollt der Verkehr wieder

Fertigstellung nach einem Jahr Bauzeit: Eine der Hauptzufahrtstraßen wurde modernisiert und erweitert
Breiter, schöner, moderner: Umgebauter Abschnitt der Dirschauer Straße Foto: J.T.

Im Zentrum Königsbergs ist die lang erwartete Instandsetzung einer der wichtigsten Hauptstraßen, der Dirschauer Straße [Kiewskaja], abgeschlossen. Obwohl der Wiederaufbau auf einem nur 635 Meter langen Straßenabschnitt durchgeführt wurde, dauerten die Arbeiten etwa ein Jahr.
Die Grundsanierung des Abschnitts der Dirschauer Straße vom Straßenbahndepot bis zur Kreuzung Österreichische Straße [prospekt Kalinina] begann im vergangenen Sommer und hörte auch in den Wintermonaten und während der Quarantäneregelungen nicht auf. Trotz der relativ geringen Länge der Straße gestaltete sich die Arbeit nicht einfach. Es war nicht unmöglich, die Straße vollständig für den Verkehr zu sperren und den größten Teil der Stadt vom Zentrum abzuschneiden, da es nur drei Straßen gibt, die das Zentrum mit dem ehemaligen baltischen Bezirk verbinden, und die Dirschauer Straße eine davon ist.
Jetzt ist der Straßenabschnitt wieder vollständig für den Verkehr freigegeben, und die Veränderungen sind bedeutend. Zunächst einmal wurde die Straße zu einer vierspurigen ausgebaut mit einer zusätzlichen Fahrspur auf der linken Seite. Die Straßenbahnschienen wurden bündig mit der Fahrbahn abgesenkt und anstelle von Schwellen auf einen leistungsfähigen Betonsockel gelegt sowie mit porösem Gummi überzogen, um Vibrationen und Lärm zu reduzieren. Zweitens wurde eine Kopfsteinpflasterbrücke an der Kreuzung mit der Österreichischen Straße in der Nähe des zentralen Busbahnhofs entfernt. Zäune, klare Markierungen, neue Ampeln und Verkehrsschilder werden nun auf diesem stark befahrenen Straßenabschnitt installiert, was die Straße für Autofahrer und Fußgänger sicherer machen soll. Während der Bauphase gab es auch Überraschungen: Im Laufe der Arbeiten wurden Abschnitte von technischen Netzen entdeckt, die bislang auf den Plänen nirgends verzeichnet waren. Eine Entdeckung war zum Beispiel der Regenschacht unter der Eisenbahnbrücke, der vor mehreren Jahrzehnten von der Kanalisation abgekoppelt worden und in Vergessenheit geraten war. Der Brunnen wurde erfolgreich in das neue Regenwasserableitungssystem integriert.
Entlang der erneuerten Strecke und unter der Eisenbahnbrücke wurden mehrere Dutzend Lampen ersetzt, das Stromnetz über der Straße und der Kreuzung wurde vollständig erneuert. Die Gesamtfläche des neuen Asphaltbelags auf der Straße, den Bürgersteigen und der Kreuzung betrug etwa 14.000 Quadratmeter. Die Kosten belaufen sich auf umgerechnet rund 3,5 Millionen Euro. Die Eröffnung dieser Magistrale war ein freudiges Ereignis für viele tausend Königsberger, die gezwungen sind, sie jeden Tag zu benutzen.

J.T.

Veröffentlicht am 08.06.2020
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