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Bakterien unterm Mikroskop

Allensteiner Universität lud Schüler zur „Nacht der Biologen“ ein
In einem Labor der Universität: Kleine Forscher untersuchen Zellen unterm Glas Foto: D.K.

Von Dawid Kazanski

Zum neunten Mal fand in Allenstein eine „Nacht der Biologen“ statt. Ähnliche Veranstaltungen wurden auch schon in 35 anderen akademischen Universitätsstädten der Republik Polen veranstaltet.
Die diesjährige Biologen-Nacht stand unter dem Motto „Globale Umweltveränderungen“. Die Wissenschaftler betonten daher, inwieweit die menschlichen Aktivitäten im Bereich der Landwirtschaft, der Industrie und der Energiegewinnung die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt bedrohen. Der Organisator der Allensteiner Veranstaltung, die Fakultät für Biologie und Biotechnologie der Universität  Ermland-Masuren, bereitete mit ihren Partnern über 100 verschiedene Vorträge, Arbeitsgruppen, Ausstellungen, Demonstrationen, Lernspiele, Treffen und Lehrwerkstätten in Laboren vor.
Dieses wissenschaftliche Festival war mit großem organisatorischen Aufwand verbunden, und dank der Zusammenarbeit vieler wissenschaftlicher Mitarbeiter, Doktoranden und Studenten wurde es ein Erfolg. Zu unterstreichen ist, dass sich mehrere Freiwillige für das Projekt engagierten und Sponsoren gefunden wurden, die das Vorhaben finanziell unterstützten.
Bedeutung der Biologie
Die Idee der Nacht der Biologen wurde vor zehn Jahren in Allenstein auf einer  Konferenz der Dekane der naturwissenschaftlichen Fakultäten geboren. Die Veranstaltung findet jährlich am zweiten Freitag im Januar statt. Ihr Ziel ist es, ein breites Wissen über die Natur und die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung an den Universitäten auf verschiedenen Ebenen zu vermitteln – von den Grundkenntnissen der Natur bis hin zu Problemen und Fragen der heutigen Biologie und Biotechnologie. Es handelt sich um eine Aktion zur Förderung des biologischen Wissens in populärwissenschaftlicher Form.
Eines der Ziele der Veranstaltung ist es außerdem, die Bedeutung der Biowissenschaften für die Existenz der menschlichen Bevölkerung auf der Erde sowie die Bedeutung der Bioökonomie für die regionale Entwicklung zu stärken. In diesem Jahr wurden auch die Inhalte im Zusammenhang mit den globalen Umweltveränderungen, einschließlich der globalen Erderwärmung, hervorgehoben.
Viele Vorlesungen widmeten sich einzig der Umweltschutzthematik. So stellte eine der Referentinnen in ihrem Vortrag menschliche Aktivitäten dar, die zur Zerstörung der Natur führen sowie einfache Verhaltensweisen, die jeder im Alltag umsetzen kann, um die Natur zu schonen. Dabei wurden die greifbaren Vorteile solcher Handlungen betont.
Die Treffen im Rahmen der Nacht der Biologen werden traditionell am Vormittag abgehalten, da der Veranstalter den Kindern und Schülern die Teilnahme an ihnen ermöglichen wollte. Deswegen nutzten die vorbereiteten Angebote auch zahlreiche Schulgruppen.
Vortrag über Schoko und Nüsse
Einer besonders großen Popularität erfreute sich der Vortrag über die Schokoladen-, Kaffee- und Nussarten, bei dem die Anwesenden mitbekommen konnten, welche Nüsse unserem Organismus die meisten Nutzen bringen, welche Schokoladensorten am gesündesten sind und warum es sich lohnt, Kaffee in Maßen zu genießen.
In einem der Lagerräume zeigten Biologiestudenten ihren jungen Gästen die faszinierende Welt der Bakterien unter dem Mikroskop. Die Kinder waren von der Tatsache begeistert, dass man Bakterien selbstständig züchten kann und dass der Mensch täglich sowohl mit krankmachenden als auch nützlichen Mikroorganismen konfrontiert wird.
Die Veranstaltungsbesucher hatten darüber hinaus auch die Möglichkeit zu erfahren, worin die Arbeit eines Molekularbiologen besteht oder womit sich ein Histopathologe in seinem Beruf beschäftigt. Zirka 500 Personen haben an der Veranstaltung teilgenommen.

Veröffentlicht am 29.01.2020
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