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Barock-Kapelle in neuem Gewand

Dank Fördermitteln und dem Einsatz engagierter Bürger ist der Rundbau eine Touristenattraktion
Frisch restauriert und rot angestrichen: Die Kapelle von Deppen aus dem 14. Jahrhundert Foto: D. K.

In dem kleinen Dorf Deppen (Landgemeinde Heiligenthal), das im 14. Jahrhundert entstand und in dem die Adelsfamilie von Deppen ihr Gutshaus besaß, befindet sich eine einzigartige, im Barockstil erhaltene Kapelle mit kreisförmigem Grundriss und Glockenturm. Sie gehört mit über sieben Metern zu den höchsten Kapellen des Ermlands und wurde vor zwei Jahren in das Wappen der Gemeinde Heiligenthal einbezogen.
Die Kapelle, auf deren Spitze vier geschmiedete Kreuze angebracht sind, war nicht nur aus religiösen Gründen für die lokale Gemeinschaft von Bedeutung, sondern fungierte in der Vergangenheit auch als Grenzsäule zwischen dem Ermland und dem Herzogtum Preußen, und gerade diese geschichtliche Funktion zeichnet sie vor anderen sakralen Kleinbauwerken jeglicher Art aus. Seit mehr als 750 Jahren des Bestehens des Ermlands betrifft die häufigste Auseinandersetzung die Festlegung seiner Grenzen. Eine der wichtigsten war sicherlich die zeitweilige politische und kulturelle Grenze, die den protestantischen Teil Ostpreußens vom katholischen Ermland trennte. Wenn man eine greifbare Spur der einmal durchgeführten Teilungen sehen möchte, ist das Dorf Deppen, auch als Dombrowken bekannt, mit seiner sehenswerten Kapelle einer der am besten geeigneten Orte dafür.
Kein Wunder also, dass das Dorf immer wieder von Touristen besucht wird. Leider verschlechterte sich in den letzten Jahren der technische Zustand des sakralen Bauwerks. Zum Glück fanden sich im  kommunalen Haushalt der Gemeinde Heiligenthal Mittel, mit denen die nötigsten Renovierungsarbeiten durchgeführtwurden. 2018 wurde die Kapelle mit einem größeren finanziellen Aufwand gründlich restauriert. Trotzdem blieb das Gelände um die Kapelle herum vernachlässigt.
Engagierte Ortsbewohner beschlossen, das zu ändern, und bemühten sich um Gelder für die Sanierung des Geländes. Und das hat funktioniert. Dank der finanziellen Unterstützung des Marschalls der Woiwodschaft Ermland-Masuren wurde die Umgebung der Kapelle neu gestaltet im Rahmen der Zuschüsse für die Bewirtschaftung der öffentlichen Flächen. Eine Neubepflanzung erfolgte, um das sakrale Bauwerk herum legte man einen kleinen Pfad an, Sitzbänke wurden aufgestellt, und man errichtete eine Tafel, die über die Geschichte des Dorfes und der historischen Kapelle informiert.

Dawid Kazanski

Veröffentlicht am 20.12.2019
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