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Cranz hat eine städtische Katzenbeauftragte

Weil Russen E.T.A. Hoffmanns Kater Murr lieben: Die Verehrung der Vierbeiner kommt auf vielfältige Art zum Ausdruck
Große Freude für alle Kinder: Katzen hautnah beim Fressen zusehen im eigens dafür gebauten Katzenhäuschen in der Cranzer Innenstadt Bild: J.T.

Mit Recht kann man Cranz als Hauptstadt der Katzen im Königsberger Gebiet bezeichnen. Katzen haben einen Ehrenplatz im Leben des Kurorts.
Vor einem Jahr hat die Cranzer Stadtverwaltung den Posten eines Katzenbeauftragten eingerichtet, den die Tierschützerin Swetlana Logunowa übernommen hat. Im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Berichte in russischen und ausländischen Medien über die „Katzenchefin“ veröffentlicht. Zu ihren Aufgaben gehört es, die freilaufenden Katzen der Stadt zu füttern und zu pflegen. Zu erkennen ist sie an einer bestickten grünen Jacke.
Wenn die Vierbeiner die Frau auf ihrem Fahrrad sehen, sammeln sie sich sofort und rennen ihr nach. Die Tierschützerin arbeitet nach einem festen Zeitplan: Sie füttert die Tiere abends und morgens. Die Vierbeiner haben sich bereits an den Tagesablauf gewöhnt.
Vor Kurzem gewann das Cranzer  Projekt „Katzenchef oder der KATZEGORISCHE Imperativ von Selenogradsk“ den II. Internationalen Wettbewerb „Golden Resorts“ für Videoprojekte der Kurorte Eurasiens. Die Teilnehmer aus Cranz erhielten „Gold“ in der Nominierung „Kurort-Ereignisse“. Die Konkurrenten kamen von der Krim, aus Krasnodar, dem Kreis Stawropol, dem Pensker Gebiet und dem Kurort Abrau-Djurso. Die Jury erkor jedoch Cranz zur Siegerin. Für das Cranzer Projekt interessiert sich auch FilmAT Poland. Das FilmAT-Festival ist polnisches Mitglied des Internationalen Komitees der Tourismusfestivals CIFFT (Committee of Tourism Film Festivals), das seit 1989 touristische Werbefilme veröffentlicht. CIFFT veranstaltet separate nationale und internationale Filmwettbewerbe.
Über die Cranzer Katzenbeauftragte berichteten auch schon die Agentur Reuters und die „Washington Post“. Und der vom australischen Fernsehen veröffentlichte Videoclip über die Cranzer Katzenchefin erzielte mehrere Millionen Aufrufe und zehntausende Reposts im Internet. Dank des umgesetzten Projekts ist Cranz als Kurort in vielen Ländern bekannt geworden.
Insgesamt wurde Katzen in Cranz nicht zum ersten Mal große Aufmerksamkeit gewidmet. Vor einigen Jahren eröffnete unter dem Namen „Murrarium“ – in Anlehnung an E.T.A. Hoffmanns Märchenfigur – im Wasserturm ein Katzenmuseum. Dieses fast 40 Meter hohe Gebäude wurde 1905 im Stil des historischen Eklektizismus erbaut. Die Restaurierung des Turms hat zehn Jahre gedauert. Alle historischen Elemente des Gebäudes wurden rekonstruiert und eine ständige Ausstellung von privaten Katzensammlungen eröffnet. Hier kann man Schmuck, Souvenirs und allerlei Utensilien in Form von Katzen finden.
Außerdem wurde im Zentrum eine ungewöhnliche Katzenskulptur aufgestellt. Es handelt sich um ein lächelndes Tier, das auf einer Fensterbank sitzt. Am Fuß des Denkmals befindet sich eine Flunder – ein Symbol für Cranz. Die Skulptur dreht sich um ihre Achse, sodass man sie als Karussell nutzen kann. Katzen sind in Cranz allgegenwärtig: Ihre Bilder schauen auf Passanten von den Häuserfassaden. Man trifft überall Skulpturen an. Katzenfiguren sind auf Laternenpfählen, Dächern sowie inmitten von Baumkronen zu finden. In der Fußgängerzone im Zentrum ist ein Automat mit Katzenfutter aufgestellt, an dem man Leckerlies für die Vierbeiner kaufen kann. Das Füttern der Tiere ist nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht. Man muss sie nicht lange suchen. Sie leben ganz  in der Nähe in speziellen Katzenhäuschen. Besucher fahren jetzt nicht nur wegen der Meereswellen und der goldenen Strände nach Cranz, sondern auch wegen der zahmen Stadtkatzen.
    Jurij Tschernyschew

Veröffentlicht am 30.08.2019
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