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»Die schönsten Jahre meines Lebens«

Rauschener Niederlassung des Ozeanmuseums zeigt Werke des deutschen Marinemalers Poppe Folkerts
Helle, leuchtende Farben: Poppe Folkerts Gemälde in der Bernsteinhalle Bild: J.T.

In der aktuellen Ausstellung des Ozeanmuseums in Rauschen sind Werke von Poppe Folkerts, einer der bedeutendsten deutschen Marinemaler, Zeichner und Grafiker ausgestellt. Maritime Kunst erweckt bei den Besuchern des Museums allgemein großes Interesse.

Im Ausstellungszentrum des Ozeanmuseums in Rauschen wurde eine interessante Ausstellung eröffnet. Im Laufe der Jahre hat das Museum immer wieder Exponate aus den Sammlungen der größten Museen der Welt sowie Einzelausstellungen maritimer Malerei präsentiert.
Zum ersten Mal werden hier nun Arbeiten von Poppe Folkerts ausgestellt. Es ist bemerkenswert, dass sein Name russischen Kennern der Malerei fast unbekannt ist. Will man jedoch eine Analogie zu russischen Künstlern ziehen, dann kann Folkerts mit herausragenden und weltberühmten Malern des frühen 20. Jahrhunderts wie Valentin Serow oder Ilja Repin verglichen werden.
Diese Ausstellung ist das Ergebnis einer intensiven und fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen deutschen und russischen Künstlerkollegen. Die Idee zu der Präsentation entstand 2016. In diesen zwei Jahren bis heute begann eine intensive Arbeit, während dieser Ausgedachtes schließlich Realität wurde. Im Laufe zahlreicher Gespräche wurden partnerschaftliche Beziehungen zwischen dem Ozeanmuseum und dem deutschen Verein „Fördergemeinschaft Poppe-Folkerts-Museum Norderney e.V.“ aufgebaut. Das deutsche Generalkonsulat in Königsberg hat das Vorhaben organisatorisch unterstützt.
Folkerts Werk ist ein leuchtendes Beispiel der europäischen Marinemalerei der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Künstler war ein ausgezeichneter Segler und reiste mehrfach selbst auf Schiffen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war sein Leben eng mit der Königsberger Kunstakademie verbunden. Angetrieben von dem Wunsch, sich in der Kunst der Malerei zu verbessern, ging Folkerts nach Königsberg, wo er Schüler von Professor Ludwig Dettmann wurde. Dem jungen, angehenden Meister stand eine eigene Werkstatt zur Verfügung. Folkerts war ein aktives Mitglied der Kunstakademie. Er verbrachte viel Zeit auf Reisen durch Ostpreußen, machte Bekanntschaft mit der lokalen Lebensweise und der Naturlandschaft. 1908 hatte er seine erste eigene Ausstellung. Anschließend schrieb der Künstler: „In Königsberg habe ich die schönsten Jahre meines Lebens verbracht.“ Zu dieser Zeit endete die Lehrzeit für Folkerts und er wurde zu einem erfahrenen Meister seines Fachs.
Und nun, über 100 Jahre später, wird Folkerts wieder dort ausgestellt, wo sein künstlerisches und berufliches Schaffen  begann. In der Ausstellung mit dem Titel „Ich grüße dich, du, ewiges Meer!“ werden 41 Kunstwerke gezeigt, die im Zeit-raum von 1901 bis Ende der 1940er Jahre entstanden sind.
Das maritime Ausstellungszentrum des Ozeanmuseums ist 2015 im Varieté-Theater „Bernsteinhalle“ eröffnet worden. Heute ist hier auf 3000 Quadratmetern die ethnografische Kollektion „Menschen des Meers“ zu sehen. Sie besteht aus Werken der dekorativen und angewandten Kunst der Völker Süd-Ost-Asiens.
Freunde maritimer Kunst können die talentierten und hellen Werke von Poppe Folkerts im Ausstellungszentrum des Ozeanmuseums noch bis zum 2. Dezember besuchen.     
    Jurij Tschernyschew

Veröffentlicht am 24.10.2018
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