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Friedländer Tor zeigt Preisgekröntes

Auszeichnung des Goethe-Instituts für »Freskenmalerei in Ostpreußen« − Feiern zum 150. Jahrestag
Gemeinsames Kulturerbe hinter historischen Mauern: Friedländer Tor in Königsberg Bild: JT

Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Friedländer Tors in Königsberg wartet das im Tor befindliche Museum mit zahlreichen Veranstaltungen und Ausstellungen auf.

Bei einem Wettbewerb im Rahmen des „Deutschen Jahres in Russland 2012/13“ gewann das Museum einen Preis des Goethe-Instituts. Das Museum hat eine internationale Ausstellung „Gemeinsames Kulturerbe Russlands und Deutschlands: Ostpreußische Fresken“, die Farbaufnahmen des Interieurs historischer Gebäude in Königsberg und Ostpreußen zeigt, die ihm 2008 vom Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München übergeben wurde, zusammengetragen und einen Katalog herausgegeben. Die Aufnahmen zeugen von der hohen Qualität der Freskenmalerei in Ostpreußen. Der Ausstellungskatalog enthält zirka 1000 Aufnahmen vom Inneren historischer Objekte. Die meisten Aufnahmen entstanden in den Jahren 1943 und 1945 auf persönlichen Befehl Adolf Hitlers, der den Zustand der Kunstwerke vor der Zerstörung durch die Bombenangriffe von 1943 und 1945 dokumentiert wissen wollte. Dass die Aufnahmen bis heute erhalten sind, ist der Tatsache zu verdanken, dass sie 1947 in spezielle Behälter gegeben wurden, die auf verschiedene Orte in Deutschland verteilt wurden. 1947 wurden solche Behälter in Freiburg, Tübingen und Mainz entdeckt. Sie wurden dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte übergeben. Von 2000 bis 2005 begann man mit der Digitalisierung der vom Zerfall bedrohten Aufnahmen. Dem Jubiläum des Museums ist eine Sonderausstellung gewidmet, welche die Geschichte des Tors anhand alter Postkarten, Fotos aus Reiseführern und Stadtplänen aus der Vorkriegszeit illustriert. Die Besucher können sich mit der Geschichte des Tors als militärische Befestigungsanlage anhand von Zeichnungen und einem Schema der Verteidigungsanlagen in Königsberg vertraut machen. Darüber hinaus werden Plakate der bisherigen Ausstellungen und Veranstaltungen gezeigt. Die reiche Geschichte des Architekturgebildes hat in der Mitte des 19. Jahrhunderts begonnen, als die Entscheidung für den Bau eines weiteren und gleichzeitig letzten Königsberger Stadttors fiel. Die Errichtung dauerte fünf Jahre und 1862 wurde der Bau beendet. Das Tor erhielt den Namen der Stadt Friedland [Prawdinsk].

Das Tor sollte eines der Glieder des inneren Verteidigungsrings der Stadt sein. Die Stadttore verloren aber schon bald ihre militärische Bedeutung und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden sie gemeinsam mit dem zweiten Stadtwall von der zuständigen Militärbehörde an die Stadt verkauft. Schon damals hörten sie auf, als Tore im wortwörtlichen Sinne zu dienen, da ihre Durchfahrten für den Verkehr zu eng waren. Die Straßen wurden um die Tore herumgeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben die Stadttore einige Zeit ungenutzt, später entstanden darin Lager.

Anfang der 1990er Jahre wurde im Friedländer Tor ein kleines Privatmuseum eröffnet, in dem Exponate ausgestellt wurden, die man in der Umgebung des Geländes gefunden hatte. Im Jahr 2002 erhielt es die Bedeutung eines Städtischen Museums, das heute zum Bestand des Südparks gehört. Dank den Bemühungen der damaligen Direktorin Swetlana Sokolowa erlangte das Museum Friedländer Tor den Status einer selbständigen städtischen Kultureinrichtung und wurde zu einem beliebten Zentrum des kulturellen Lebens der Stadt.

Jurij Tschernyschew/MRK

Veröffentlicht am 05.09.2012
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