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Landesweite Spendenaktion wieder erfolgreich

In Allenstein sammelten Freiwillige Geld für Krankenhäuser – 27. Finale des Großen Orchesters der Weihnachtshilfe im Januar
Allenstein: Freiwillige Sammler mit Golden Retriever Bild: D.K.

Ohne die berühmte Spendenaktion, die einmal im Jahr um die Weihnachtszeit durchgeführt wird, würden viele polnische Krankenhäuser nicht über neueste medizinische Geräte verfügen. Es handelt sich um die Spendenaktion des Großen Orchesters der Weihnachtshilfe, einer großen nichtstaatlichen Wohltätigkeitsorganisation, die 1993 von Jerzy Owsiak als Stiftung gegründet wurde.

Jedes Jahr am zweiten Januarsonntag veranstaltet das Orchester sein Finale. In fast allen polnischen Städten und auch zunehmend im Ausland werden an diesem Tag zahlreiche Veranstaltungen auf die Beine gestellt, bei denen Tausende von Freiwilligen Spenden sammeln, die später für ein wohltätiges Ziel ausgegeben werden. Auch in Allenstein fanden am 13. Januar verschiedene Spendensammelaktionen statt. In der Altstadt auf dem Platz vor dem alten Rathaus konnte man beispielsweise die Gelegenheit nutzen, sich mit einem Oldtimerauto oder -motorrad fahren zu lassen. Am Hohen Tor versammelten sich die Halter von Golden Retrievern. Die Hunde, die für ihr friedfertiges und freundliches Wesen bekannt sind und sich gerne streicheln lassen, lockten viele Kinder an. Am Okullsee und am Skandasee konnte man den Winterbadern zusehen, die sich zunächst durch körperliche Übungen aufwärmten und danach ins kalte Wasser eintauchten. Dabei zeigten auch die professionellen Notfallsanitäter, wie in Alltagssituationen Erste Hilfe zu leisten ist. Ansonsten erschienen am Strand Taucher, die sich in speziellen Anzügen dafür bereit machten, unter dem Eis zu tauchen. Danach erzählten sie bereitwillig über die faszinierende Unterwasserwelt und ihre Erfahrungen sowie Abenteuer.
Zur Veranstaltung am Seeufer wurde auch ein besonderer Gast eingeladen – Mamed Chalidow. Der populäre MMA-Kämpfer (Mixed Martial Arts, etwa gemischte Kampfkünste), der in Allenstein wohnt, brachte unterschiedliche persönliche Andenken mit, die mit seiner Karriere verbunden sind, und ließ sie versteigern.
Da in Polen an Sonntagen ein Handelsverbot gilt, wurden in den großen Einkaufszentren „Galeria Warminska“ und „Aura“ viele spannende Ereignisse bereits am Vortag organisiert. Auf den Bühnen zeigten verschiedene Musikgruppen, Tänzer und Musiker ihr Können. Zu treffen waren außerdem die verkleideten Schauspieler des Allensteiner Puppentheaters, mit denen man sich fotografieren lassen konnte. Im Nikolaus-Kopernikus-Krankenhaus standen die Fachärzte mit fachkundiger Beratung bereit. Um einen gesunden Lebensstil zu fördern, veranstaltete man sogar einen Vier-Kilometer-Lauf unter dem Motto „Kampf gegen Diabetes”, an dem 300 Personen teilnahmen.
Darüber hinaus gab es in unterschiedlichen Schulen, Sporteinrichtungen oder an der frischen Luft zahlreiche Werkstätten, Wettbewerbe oder Turniere, an denen sich Hunderte Menschen beteiligten. In der ganzen Stadt sammelten beinahe 450 Freiwillige Spenden. Die Allensteiner zeigten ihre Großzügigkeit und offenen Herzen, indem sie ihr Geld bereitwillig in die Spendendosen hineinwarfen.
Obwohl viele der Online-Versteigerungen noch nicht zum Abschluss gekommen sind, ist davon auszugehen, dass die Rekorde vom letzten Jahr übertroffen wurden, denn die bis dahin eingesammelte und gezählte Summe betrug  rund 125000 Euro. Kein Wunder, dass die Stadtbewohner so gerne bei den Wohltätigkeitsaktionen in ihre Taschen griffen, denn beim  diesjährigen großen Finale sammelte das Orchester der Weihnachtshilfe Spenden für die Ausstattung der Kinderkrankenhäuser mit modernen und zugleich teuren Magnet-resonanzgeräten, mit denen den jüngsten sowie schwer erkrankten Patienten die beste Diagnostik zugute kommt.
Leider überschattete ein bestürzender Vorfall die Freude über die erfolgreichen Spendensammlungen in ganz Polen. Während des Benefizkonzerts in Danzig wurde auf der Bühne der Danziger Stadtpräsident Paweł Adamowicz von einem Attentäter mit einem Messer brutal angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Diese Nachricht erreichte rasch alle Feiernden in anderen Städten der Republik Polen und versetzte sie in tiefe Trauer. Adamowicz erlag nach einer mehrstündigen Operation seinen Verletzungen im Krankenhaus.     Dawid Kazanski

Veröffentlicht am 01.02.2019
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