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Neue Uhr ziert die Königsberger Börse

»Museum der Schönen Künste« soll Schlüsselort der zukünftigen Museumsinsel werden
Hebt sich vom Nachthimmel ab: Beleuchtetes Ziffernblatt der nachgebildeten Originaluhr Bild: J.T.

Die Pläne zur Umgestaltung und Verschönerung des Königsberger Stadtzentrums schreiten voran. Die ehemalige Königsberger Börse zählt zu den Objekten, denen besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Vor Kurzem gab es am Gebäude des Königsberger Regionalmuseums der Schönen Künste (der ehemaligen Königsberger Börse) eine Veränderung, welche die Aufmerksamkeit der Bürger auf sich zog. Es handelt sich um die Wiederherstellung des originalen Äußeren des Gebäudes.
Zu den Veränderungen gehört, dass seit Kurzem eine Uhr den Nord-West-Turm ziert. Sie wurde genau an der Stelle angebracht, an der vor dem Krieg schon eine Uhr existierte.
Um die Spannung zu steigern und Aufmerksamkeit zu erlangen, war die neue Uhr vor der offiziellen Freigabe mit einem schwarzen Tuch verhüllt worden, das auf ein Signal hin herabfallen sollte. Viele Schaulustige waren gekommen, um dem Ereignis beizuwohnen. Sie versammelten sich am Haupteingang des Museums und auf der Hochbrücke. Der Schleier fiel und die Städter sahen zum ersten Mal die strahlende altertümliche Uhr an der Börse.
Die neue Uhr ist nämlich mit einem von hinten beleuchteten Ziffernblatt ausgestattet. Ansonsten ist sie stilistisch nach dem Vorbild der ursprünglichen Uhr gestaltet. Die Ziffer 4 ist in der altrömischen Variante „IIII“ gehalten, wie es im 19. Jahrhundert traditionell üblich war.
Die Originaluhr an der Börse war während des Luftangriffs der britischen Bomber im August 1944 zerstört worden. Experten des Museums vermuten, dass an ihrer Entstehung Walter Bistrick, einer der bekanntesten Uhrmacher Deutschlands, beteiligt war.
Der Mechanismus der neuen Uhr ist eine Spezialanfertigung, die in Lipezk hergestellt wurde. Obwohl die Präsentation der Turmuhr im Rahmen des Theaterfestivals „Baschnja“ (Turm) stattfand, trägt der Zeitpunkt ihrer feierlichen Übergabe einen sehr symbolischen Charakter, da vor 75 Jahren Königsberg bei den Luftangriffen der britischen Luftwaffe zerstört wurde.
In nächster Zeit sollen laut den Plänen der Museumsleitung auf dem Dach der ehemaligen Königsberger Börse Skulpturen aufgestellt werden, die das Gebäude vor dem Krieg geschmückt hatten. Es handelt sich um vier Skulpturen, welche die vier Kontinente Europa, Asien, Amerika und Afrika verkörpern. Sie wurden 1875 vom Königsberger Bildhauer Emil Hundrieser geschaffen. Zwei Figuren von schildtragenden Löwen aus seiner Werkstatt befinden sich an der zentralen Treppe, sie sind bis heute im Original erhalten.
Die Restaurierung der Skulpturen erfolgt im Rahmen der Finanzierung der Kultureinrichtung, die eine der Schlüsselorte des künftigen Museumsviertels werden soll. Die Gebietsregierung hat bereits umgerechnet 475000 Euro  für die Erarbeitung einer Projektdokumentation für die Restaurierung des Gebäudes der ehemaligen Börse ausgegeben.    J. Tschernyschew

Veröffentlicht am 11.09.2019
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