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Oldtimertreffen in Königsberg

Ein Ford Touring Cabrio von 1917 schaffte die weite Anreise aus der Bundesrepublik
Von vielen bestaunt: Ein Ford Speedster, Baujahr 1913 Bild: J.T.

In Königsberg hat ein internationales Oldtimer-Festival mit dem Titel „Goldener Schatten Königsbergs“ auf dem Gelände des Erholungszentrums „Königsresidenz“ stattgefunden. Die Besucher konnten sich 70 originale Oldtimer aus verschiedenen Ländern ansehen. In der Jury saß ein Experte aus Großbritannien, der Vize-Sekretär des Königlichen Automobilclubs, Micky Hart. Dieses Mal waren 159 Teilnehmer aus der Bundesrepublik, Polen, Litauen, Großbritannien, Estland, Lettland und Weißrussland gekommen. Die ältesten vorgestellten Fahrzeuge waren ein Ford Speedster von 1913 und ein Ford Touring Cabrio von 1917. Der Veranstalter der „Kaliningrad AvtoRetroClub“, stellte mehr als ein Dutzend Autos aus. Die Hälfte davon stammte aus der Vorkriegszeit.
Im Rahmen der Veranstaltung gab es eine Sonder-Ausstellung, die dem 65. Jahrestag der Fertigung des ersten „Wolga“-Automobils,  eines Gaz-21, gewidmet war. Alle Modifikationen dieses Modells wurden gezeigt.
Eine große Überraschung war die Anwesenheit eines Mercedes- Benz-Cabriolets, Baujahr 1935, dessen Besitzer Stanislovas Bartkiavicius aus Kaunas stammt. Er hat das Auto von seinem Vater geerbt, der ab 1950 als Chauffeur damit gefahren war. Das Wertvollste an diesem Auto ist eine Karosserie, die vom berühmten Atelier „Erdman & Rossi“ hergestellt wurde. Es ist bemerkenswert, dass alle Hauptbestandteile des Fahrzeugs noch original sind, sie mussten trotz der enormen Kilometerleistung und des respektablen Alters nie ausgetauscht werden. Das Auto wurde schon mehrmals für Filmaufnahmen genutzt und hat schon an vielen Ausstellungen teilgenommen.
Das Programm enthielt neben der Ausstellung einen Fahrkunstwettbewerb, der in zwei Etappen stattfand. Der erste Teil bestand in einer Hindernisfahrt auf Zeit über eine bestimmte Distanz. Die Sieger wurden in sieben Gruppen ermittelt, bezogen auf das Baujahr und die Klasse der Automobile. Die zweite Etappe war ein „Wettbewerb der Eleganz“, bei dem die Teilnehmer Accessoires und Kleidungsstücke der damaligen Zeit trugen. Die Autos und ihre Besitzer, wurden anhand des Designs und des Zustands der Karosserie sowie der Kostümierung und der Melodie der Hupe bewertet.
Für 2019 hatte das Organisationsteam die Zahl der Nominierungen erhöht.  Den Preis für das authentischste Auto gewann Ular Sunemaa aus Estland auf einem Ford Speedster aus dem Jahr 1913. Der Preis für den Erhalt historischer Autos und die Förderung von Oldtimern wurde an Andrzej Mu-shinski aus Polen mit einem Fiat 1100 verliehen. Den neuen Preis „Welt ohne Grenzen“ bekam Peter Fröhlich aus der Bundesrepublik, der mit seinem Ford Touring Cabrio, Baujahr 1917 angereist war und so den längsten Weg mit einem Auto dieses hohen Alters zurückgelegt hatte.
Das Festival endete mit einer 55 Kilometer langen Rallye auf der Strecke Königsberg–Tapiau.
    Jurij Tschernyschew

Veröffentlicht am 21.06.2019
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