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Per Flixbus nach Königsberg

Das deutsche Busunternehmen betreibt von Danzig aus gemeinsam mit polnischen Partnern die neue Strecke
Busbahnhof Danzig: Polnischer Bus im Dienst von Flixbus Bild: J.T.

Das begehrteste Reiseziel für Russen aus dem Königsberger Gebiet heißt Danzig. Zwischen Königsberg und Danzig verkehren mehrmals täglich Busse der Unternehmen „Kenigavto“, „Selenogradsk-Trans“ und einer polnischen Firma. Abhängig von der Zahl der Passagiere können große Busse oder auch Minibusse im Einsatz sein. Die Entfernung zwischen den beiden Städten beträgt zwar nur zirka 170 Kilometer, die Reisezeit – einschließlich Wartezeiten an der polnisch-russischen Grenze – beträgt aber durchschnittlich vier Stunden. Der Fahrpreis war bislang bei allen Unternehmen einheitlich und betrug umgerechnet knapp zehn Euro. Kauft man die Fahrscheine jedoch am Busbahnhof in Danzig, kosten sie 50 polnische Zloty und sind mit knapp zwölf Euro etwas teurer.
Mit Linienbussen zu reisen ist bequem, da sie die innerostpreußische Grenze und die Zollkontrolle schneller als Pkws passieren können. Autos stehen für gewöhnlich lange in der Schlange. Die Strecke ist besonders an Wochenenden und Feiertagen sehr beliebt, wenn Russen aus dem nördlichen Ostpreußen zur Erholung oder zum Einkaufen nach Danzig fahren. Es ist ratsam, die Fahrkarten im Voraus zu kaufen, sonst kann es passieren, dass man keinen Platz mehr bekommt. Es gibt noch einen weiteren Grund, warum die Buslinie besonders bei Nordostpreußen so beliebt ist: Viele fliegen von Danzig aus in andere Städte Europas. Vom Flughafen Lech Walesa gibt es viele Billigflüge und es ist der nächstgelegene große Flughafen für die Königsberger.
Deshalb verwundert die Beunruhigung unter ihnen nicht, als die Königsberger Busfirma „Kenigavto“ plötzlich eine ihrer Routen vom 1. bis 17. November gestrichen hatte. Zumal einige Passagiere bereits Fahrscheine für die gestrichenen Fahrten gekauft hatten.
Zur gleichen Zeit hatte das deutsche Unternehmen Flixbus damit begonnen, Busse auf der Route Danzig–Königsberg einzusetzen. Flixbus verkauft zwar Fahrkarten über seine Website, der Transport wird aber weiterhin von der polnischen Firma PKS Gdansk und der russischen Firma Selenogradsk-Trans durchgeführt. Die Busse auf der Strecke Danzig –Königsberg werden nicht grün sein, sie werden einfach mit Schildern „W współpracy z Flixbus“ (In Kooperation mit Flixbus) gekennzeichnet. Flixbus betreibt nicht in allen europäischen Ländern eigene Busflotten, sondern dient oft nur als Vermittler für lokale Unternehmen. Die Busse verkehren täglich, auch an Feiertagen und Wochenenden.
Die Strecke beinhaltet mehrere Haltestellen wie Danziger Busbahnhof–Danzig–Elbing–Braunsberg und Königsberg Flughafen. Gemäß dem Fahrplan auf der Flixbus-Website fahren die Busse von Danzig nach Königsberg um 6, 15 und 17 Uhr sowie von Königsberg nach Danzig um 6, 7.30 und 15 Uhr. Der Onlinepreis beträgt rund 13 Euro, also etwas mehr, als wenn man die Fahrkarten direkt bei den polnischen oder russischen Busunternehmen kauft. Die russischsprachige Seite von Flixbus bietet Fahrkarten für umgerechnet 13,15 Euro an. So müssen die Bürger des nördlichen Ostpreußen geringfügig mehr für die Fahrten mit den gleichen Bussen bezahlen. Wenn Sie ihre Fahrkarten jedoch direkt über die Website der Busunternehmen kaufen, ist der Preis gleich.
Viele fragen sich, ob bald zwischen Königsberg und Danzig auch die grünen Flixbusse verkehren werden. Was den Komfort angeht, gelten die Flixbusse als besser als die der russischen Unternehmen, bei denen die Toiletten in letzter Zeit fast immer außer Betrieb waren und die Passagiere bis zur Grenze durchhalten mussten. Viele hoffen deshalb, dass sich mit dem Eintritt des deutschen Unternehmens auch die Servicequalität verbessern wird.      Jurij Tschernyschew

Veröffentlicht am 27.11.2019
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