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„Planet Ozean“ kurz vor Vollendung

10 000 Quadratmeter Wasserwelt: Der Neubau des Ozeanmuseums lockt mit ungewöhnlichem Konzept
Weithin sichtbar: Der Globus im Königsberger Zentrum soll zu einem neuen Wahrzeichen der Stadt werden Foto: J.T.

Von Jurij Tschernyschew

In Königsberg wurde der Bau eines Gebäudes abgeschlossen, das in seiner architektonischen und ingenieurtechnischen Ausprägung einzigartig sein dürfte. Es handelt sich um das zukünftige Hauptgebäude des Ozeanmuseums „Planet Ozean“. Das 42 Meter lange Gebäude in Form eines Globus soll zu einer der architektonischen Dominanten der Pregelstadt werden. Die Kugel des Gebäudes ist bereits mit speziellen Gläsern ausgekleidet und ihr Erscheinungsbild repräsentiert den Blick auf unseren Planeten wie bei einem Globus.
Das Gebäude basiert auf einem Entwurf von Oleg Romanow, einem Architekten aus St. Petersburg. Der Wettbewerb wurde bereits 2011 ausgetragen. Erst danach begann die Entwurfsplanung des späteren Museumsgebäudes.
Die Kosten für den Bau des „Planet Ozean“ sowie die Gestaltung des angrenzenden Geländes betrugen umgerechnet etwa 36 Millionen Euro. Das Projekt wurde durch das Staatliche Zielprogramm „Kultur Russlands (2012–2018)“ gefördert. Aus technischer Sicht war der Bauprozess für das Königsberger Gebiet einzigartig. Der Boden am Pregelufer ist äußerst instabil, weshalb es notwendig war, die Pfähle bis zu einer Tiefe von 23 Metern einzuschlagen. Ein weiteres Gestaltungsmerkmal sind die 32 Meter hohen Betonsäulen, die das Gebäude durchziehen. Zehn runde Säulen wurden zu einem der wichtigsten tragenden Elemente des Kugelrahmens. Sehr ungewöhnlich ist auch die Verkleidung der Kugel. Die Gläser sind undurchsichtig, bemalt und erzeugen den Eindruck, als ob man einen „Blick auf die Erde aus dem Weltraum“ habe.
Der Globus ist mit trapezförmigen Gläsern bedeckt, die auf jeder Ebene eine eigene Form haben. Jedes Glas ist absolut individuell, weil es sein eigenes Muster hat. Es gibt insgesamt 1200 Gläser. Ungewöhnlich ist auch das Konzept der internen Aufteilung des Gebäudes. Es wird sogenannte Labors für die Erde, das Leben, das Wasser, die Luft sowie für den Raum und die Schönheit beherbergen. Die Besucher von „Planet Ozean“ haben die Möglichkeit, durch riesige Meeresaquarien zu gehen, ein Kinoplanetarium und ein Observatorium zu besuchen, Teilnehmer an interaktiven Kursen zu werden und die meisten Exponate mit den Händen zu berühren.
Im Erdgeschoss gibt es eine Rezeption. Neben den Kassen werden die Besucher von einem „planetarischen Offizier“ empfangen, das heißt, von einer Person, die sie begrüßt und ihnen sagt, wo welche Führungen stattfinden. Auf der gleichen Ebene wird es einen Laden, ein Café und dann den Beginn der ersten Ausstellung geben, die der Ostsee gewidmet ist: die Geschichte der Entstehung, die Eiszeit, ein Aquarium mit den Bewohnern der Ostsee sowie eine Forscherkabine.
Riesenaquarium und Erholzone
Insgesamt wird es auf dem „Planeten Ozean“ 29 Aquarien geben. Jedes ist einem Ökosystem gewidmet, das einem bestimmten Wasserkörper innewohnt: warmes Salzwasser, kaltes Salzwasser, frisch-warmes Meer und so weiter. Alle „Wasser“-Ökosysteme werden hier vertreten sein.
Das größte Aquarium mit Raubfischen wird acht Meter hoch sein. Die Betreiber rechnen damit, dass der Komplex nach seiner Eröffnung von bis zu 800 000 Menschen pro Jahr besucht werden wird, seine Gesamtfläche fasst zirka 10 000 Quadratmeter. „Planet Ozean“ wird von einem Wissenschaftspark, dem Erholungsgebiet „Bernsteinmeer“ und einem Yachthafen umgeben sein.

Veröffentlicht am 11.03.2020
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