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Professorendenkmal wurde restauriert

Königsberger Stadtrat setzte sich für die Gedenkstätte ein – Schwere Beschädigungen im vergangenen Jahr
Professorendenkmal: Die Schäden wurden beseitigt Bild: J.T.

Vor Kurzem wurde in Königsberg die Restaurierung des Denkmals für die Professoren der Albertina in der Nähe der Bastion Sternwarte am Deutschordensring abgeschlossen. Das Denkmal wurde 2014 während der Stadtfeier an der Stelle eingeweiht, an der Professoren der Universität Königsberg, darunter der Astronom und Mathematiker Friedrich W. Bessel, der Direktor des Königsberger Observatoriums August Ludwig Busch und der Schriftsteller Theodor von Hippel, beerdigt sind. Damals  hatten sich die Abgeordneten des Königsberger Stadtrats bereiterklärt, bei der Errichtung des Denkmals neben der Baustelle für ein neues Wohngebäude behilflich zu sein. Gemeinsam mit dem Bauherrn des Wohngebäudes wurde der Standort des Denkmals festgelegt und nach dessen Fertigstellung in den Verantwortungsbereich der Stadt übertragen.
Im vergangenen Jahr wurde das Denkmal schwer beschädigt. Die mit Ziegelstein verkleideten Brüstungen wurden zerstört. Rund um das Denkmal fand man eine Menge Haus- und Bauschutt vor. Es ist immer noch nicht geklärt, ob es sich hier um einen Akt von Vandalismus handelt, oder ob die Schäden durch eine minderwertige Bauqualität verursacht wurden.
Der Leiter des Denkmalschutzdienstes, Jewgenij Maslow, schlug vor, die Reparaturarbeiten am Denkmal ohne ordnungsgemäße Abdichtung durchzuführen. So waren die Folgen der Zerstörung schon bald beseitigt: Mit einem Kunststein wurden die zuvor mit Granit verkleideten Elemente wiederhergestellt. Die Fugen zwischen den beschädigten Platten wurden mit Teer zugekleistert. Doch diese halben Maßnahmen führten zu erneuten Rissen und Abplatzungen. Stellenweise fielen die  Granitplatten wieder ab.  Daraufhin schrieb die Stadtverwaltung neu aus und beauftragte ein anderes Unternehmen. Die Stadtverwaltung schloss einen Vertrag mit der Firma „Expert Bau“ in Höhe von rund 13000 Euro ab.
Die Bauspezialisten demontierten das Denkmal und bauten es nach der Reparatur wieder auf. Anstelle von Backsteinmauern wurde die Einfassung aus Beton und mit poliertem Granit ausgekleidet. Jetzt sieht das Denkmal wieder aus wie neu. Allerdings steht es an einem ruhigen und versteckten Ort, der nicht kontrolliert und abends gern für Saufgelage und Ähnliches genutzt wird. So ist es nur eine Frage der Zeit, dass die nächste grundlegende Sanierung erforderlich sein wird.    
    Jurij Tschernyschew

Veröffentlicht am 03.07.2019
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