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Saisonauftakt mit Königin Luise

Drei Tage Feiern in Cranz – Das Seebad ist bei Russen der beliebteste Ferienort an der Ostsee
Immer wieder gerne gesehen: Eine Darstellerin der Königin Luise beim Cranzer Stadtfest Bild: J.T.

Erstmals wurde die Badesaison in Cranz mit einer großen Feier eröffnet. Unter dem Motto „Cranz ist die Hauptstadt der russischen Ostsee“ wurde drei Tage lang ausgiebig gefeiert.

Die angereisten Badegäste erwarteten anlässlich der Saisoneröffnung zahlreiche Attraktionen. Über die Promenade defilierte „Königin Luise“, begleitet von „Adligen“, auf dem Wasser wurden Theateraufführungen unter Beteiligung von Neptun dargeboten, Taucher und Surfer zeigten ihr Können. Zum Fest in Cranz waren auch Dutzende Motorradfahrer gekommen, und die sportlicheren Gäste konnten sich am Triathlon „Supersprint Amberman“ beteiligen. Höhepunkt des Fests war jedoch die Einweihung neuer Kunstobjekte: ein hölzernes „Zeitrad“ und eine Skulpturenkomposition einer „Nixe“ waren neben der „Windrose“ eingerichtet worden.
Zum Saisonauftakt wurde im Westen der Stadt auch der erste Campingplatz an der nordostpreußischen Küste eröffnet. Dort gibt es unzählige kleine Hütten, die mit moderner Haushaltstechnik ausgestattet sind. Jedes dieser Ferienhäuser ist von einer Grünfläche umgeben. Sie werden vor allem für Familien mit Kindern angepriesen. Die Häuser sind für sechs Personen ausgelegt, es gibt eine Küche, einen Wohnbereich und zwei Schlafzimmer. Es ist der erste Versuch, im Königsberger Gebiet Camping-Urlaub anzu-bieten. Die Lage ist günstig: In nur 200 Metern Entfernung befindet sich der breiteste Strandabschnitt des Seebads Cranz und in unmittelbarer Nähe des Campingplatzes gibt es einen Parkplatz.
Weil in den vergangenen Jahren die Zahl der tragischen Todesfälle von Badegästen zugenommen hat, wurden zu Beginn der diesjährigen Badesaison entlang der Strandabschnitte drei Schulbusse als Rettungsstationen eingerichtet. Je einer ist in den Orten Strobjehnen [Kulikowo] und Lesnoj stationiert, und der dritte dient als Reserve. In Cranz selbst gibt es vier Rettungsstationen. Eine zusätzliche Maßnahme, um die Sicherheit der Schwimmer zu gewährleisten, sind an Tauen befestigte Bojen, an denen die Badegäste sich festhalten können, sollten sie von der Strömung mitgerissen werden. Diese einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme hat man aus der Vorkriegsgeschichte des Seebads übernommen.
Während der Festtage fand auch die offizielle Eröffnung des städtischen Stadions nach einer gründlichen Modernisierung statt. Unmittelbar danach starteten auch die ersten Sportveranstaltungen.
Das Veranstaltungsprogramm erhielt die Bezeichnung „Kulturraum Cranz“. Auf der Kurpromenade traten Straßenmusikanten auf, während auf dem Königin-Luise-Platz die Sommerbibliothek eröffnet wurde und im Heimatmuseum Kurse in Malerei und Bildhauerei angeboten wurden. Die Feier endete mit einem fulminanten Feuerwerk und einer Feuervorführung, die am Strand in der Nähe der Windrose stattfand.
Es ist erwähnenswert, dass Cranz in diesem Jahr in die Liste der besten Gemeinden des Landes aufgenommen wurde und die Stadt zu den Gewinnern im Wettbewerb um das beste Projekt zur Bildung einer komfortablen städtischen Infrastruktur in kleinen Städten und historischen Siedlungen zählte. Dieser Wettbewerb war auf Initiative des russischen Bauministeriums ausgelobt worden. Das Königsberger Gebiet war in der Kategorie „kleine Städte“ mit einer Einwohnerzahl von bis zu 100000 Einwohner durch die Städte Gumbinnen, Neuhausen, Cranz, Tilsit und Rauschen vertreten.
Cranz hatte ein Konzept für die Verbesserung des zentralen Teils der Stadt entwickelt, einschließlich des Bahnhofs, des zentralen Platzes und der Königsberger Straße [Leninstraße]. Für die Verwirklichung der Pläne erhält der Kurort nun umgerechnet rund 680000 Euro. Übrigens gehörte Cranz dieses Jahr zu den fünf Kleinstädten,  in denen die meisten Russenwährend der langen Märzferien ihren Urlaub verbracht haben.
Die Saisoneröffnung war gleichsam auch das erste Wochenende, an dem neben russischen Gästen auch viele von außerhalb der Russischen Föderation gekommen waren, die schon vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft angereist waren.    Jurij Tschernyschew

Veröffentlicht am 06.07.2018
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