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Sommerferien im Haus Kopernikus

Schüler der Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit lernten eine Woche lang spielend Deutsch
Stolze Bastler: Die Erbauer der „Minions-Insel“ Bild: D.K.

Spielerisch Deutsch lernen und dabei ein bisschen über regionale Kultur erfahren – dieses Motto bildet den Rahmen für einen einwöchigen Ferienhort, der bereits seit einigen Jahren in den Sommerferien für die jüngsten Mitglieder der Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit veranstaltet wird. Das Projekt fand diesmal direkt im Anschluss an das Schuljahresende statt.

Im Mittelpunkt aller didaktischen Aktivitäten stand das Thema Freizeit, mit dem sich die Gruppe von 15 Kindern auseinandergesetzt hatte. Den beauftragten Lehrern lag daran, den jungen Projektteilnehmern durch Sprach- und Bewegungsspiele die einfachen Sprachstrukturen zu vermitteln, die im täglichen Bedarf unentbehrlich sind, um mit deutschen Altersgenossen zu kommunizieren.
Anhand kreativer Aufgaben mit vielen Bildern wie Memory oder Domino, Arbeitsblättern, lexikalischen Übungen, Spielen mit einem Animationstuch und Bastelarbeiten bekamen die Ferienhortteilnehmer die Möglichkeit, über die Freizeitgestaltung zu sprechen und den damit zusammenhängenden Wortschatz kennenzulernen. Man unterhielt sich beispielsweise über die beliebtesten Urlaubs- und Reiseziele. Das war Inspirationsquelle sowie Ausgangspunkt für den Entwurf und Aufbau einer „Minions-Insel“ aus Karton, Buntpapier und anderen Bastelmaterialien. Zunächst entstanden aus Klopapierrollen Minions – kleine gelbe Wesen aus einem populären Zeichentrickfilm –, die dann später ihren Platz auf der Insel mit Palmen fanden.
Die Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis 13 Jahren beteiligten sich auch an einem Detektivworkshop, dessen Ideengeber der Geschichtslehrer Szymon Marchlewski war. Er schlüpfte in die Gestalt von Sherlock Holmes hinein, brachte einen voll bepack-ten Koffer mit Zahlenschloss mit, danach teilte er mit, dass darin Preise für die jungen Detektive versteckt seien, aber um die entsprechende Zahlenreihe zu erhalten, mussten bestimmte Rätsel und Denkaufgaben gelöst werden. Die Teilnehmer lösten unter anderem ein historisches Quiz, erfanden eigene Brettspiele und erlernten magische Tricks, die dann demonstriert wurden. Da alle tüchtig mitmachten, bekamen sie die Zahlen, die nötig waren, um das Kofferschloss zu knacken, schnell heraus. Die darin versteckten Süßigkeiten bereiteten den Kindern viel Freude.
Da viele heutzutage in der Freizeit gerne kochen und im Fernsehen immer wieder Sendungen wie „Masterchef“ ausgestrahlt werden, veranstaltetem die Organisatoren an einem anderen Tag eine kulinarische Werkstätte, während der die Kinder erfuhren, welche Speisen als typisch deutsche Spezialitäten gelten, und die sie anschließend, angeleitet von einer Kochlehrerin, zubereiteten. Eines dieser Rezepte war der Nachtisch „Äpfel im Schlafrock“.
Außerdem konnten sich die Teilnehmer mit der Geschichte der Stadt Allenstein vertraut machen. Das ermöglichte der Spaziergang mit der Reiseführerin Karolina Opalinska durch die Altstadt. Man schlenderte an bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei, besuchte den Hof der Burg des ermländischen Kapitels, und was die Kinder am meisten begeisterte, war eine Besteigung des Burgturms, von dem man einen hervorragenden Blick über die Altstadt genießen kann.
Die Veranstaltung, bei der die Schulkinder ihre Interessen entdecken sowie ihre Deutschkenntnisse verbessern konnten, wurde dank der finanziellen Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, des polnischen Ministeriums für Inneres und Verwaltung sowie des Generalskonsulats der Bundesrepublik Deutschland in Danzig ermöglicht.     Dawid Kazanski

Veröffentlicht am 02.08.2019
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