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Lomse Standort für »Arena Baltica«

Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 erhält Königsberg ein großes Stadion im Stadtzentrum
Erstmals öffentlich ausgestellt: Modell des geplanten Fußballstadions auf der Lomse Bild: JT

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 wirft ihre Schatten voraus. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Nach langen Verhandlungen haben sich Vertreter der Stadt Königsberg, des Gebiets und der Zentralregierung darauf geeinigt, dass in Ostpreußens Hauptstadt auf der Lomse das Stadion „Arena Baltica“ entstehen soll. Erstmals wurde nun öffentlich ein Modell  gezeigt.

Lange wurde in Königsberg um den Standort des Stadionneubaus  für die im Königsberger Gebiet stattfindenden Fußballspiele der Weltmeisterschaft 2018 gerungen. Nach langer Diskussion entschied man sich für ein Grundstück auf der Lomse [Oktjabrskij ostrow] im Zentrum der Stadt. In der ersten Jahreshälfte führten verschiedene Spezialisten deshalb auf der Lomse umfangreiche geologische und bautechnische Untersuchungen auf dem vorgesehenen Terrain durch.
Sie gehen davon aus, dass für die Bauarbeiten zur zusätzlichen Befestigung des Untergrunds ein Bodenaustausch mit dem Königsberger Seekanal nötig sein wird. Der gesamte Bauplatz wird darüberhinaus befestigt werden müssen. 2011 hatten Vertreter des deutsch-polnischen Kompetenzzentrums „RKW“ die Wahl des Standortes für das Stadion als günstig bewertet. Die Bodenbeschaffenheit sei aus geologischer Sicht ähnlich wie die in Danzig bei der Europameisterschaft 2012.
Vor Kurzem hatten die Königsberger erstmals Gelegenheit, sich die Vorschläge der Architekten und Planer mit eigenen Augen anzusehen und deren Entwürfe zu bewerten. Bei einem Fußballspiel der örtlichen Mannschaft „Baltika“ und der Nischnekamsker „Neftetechnik“ aus der autonomen Republik Tatarstan, das traditionell im Zentrum Königsbergs im Stadion „Baltika“ stattfand, wurde ein Modell des Stadions ausgestellt, das die Besucher sich vor dem Spiel und in der Pause ansehen konnten.
Die Entwicklung der konzeptionellen Gestaltung und die Projektdokumentation haben nach vorläufigen Schätzungen bereits umgerechnet 7,75 Millionen Euro verschlungen.
Das Modell zeigte den Königsbergern ein quadratisches, geschlossenes Stadion samt zugehörigem Gelände. Daneben waren Plakate mit Frontalansichten des Stadions zu sehen, welche die Fassade des Gebäudes in großem Maßstab zeigten. Auf dem Modell prangte der Name des Stadions „Arena Baltica“.
Das Projekt basiert auf dem Konzept der französischen Firma „Wilmotte and Associés SA“ für die Entwicklung des Areals zwischen Altem und Neuem Pregel. Die Ausschreibung für die Stadionplanung hatte das Forschungs- und Produktionsunternehmen „Mostowik“ aus Omsk gewonnen, das ein Stadion mit 45000 Plätzen konzipieren wird, und zwar so, dass man diese nach der Fußball-WM auf 25000 Plätze reduzieren kann, da ein großes Stadion im WM-Maßstab für die weniger großen sportlichen Ereignisse, die ansonsten im Gebiet stattfinden, überdimensioniert wäre. Die Entwürfe schließen in der Planung eine spätere gewinnbringende Nutzung mit ein. Deshalb sind Ausstellungszentren, Hotels sowie Pavillons mit Läden, Kinos und Supermärkten in der Planung bereits mit einbezogen. Im Stadion könnten Wettbewerbe im Eiskunstlauf, Hockey oder Rugby stafffinden. Zurzeit werden noch Investoren für den Bau gesucht.
Bevor das Modell den Königsbergern gezeigt wurde, hatte man es zu diesem Zweck bereits im Ausland vorgestellt, zum Beispiel in der Heimat des europäischen Fußballs, Großbritannien.
Geplant ist, dass der Bau des Stadions Ende 2014 beginnt und bis Sommer 2017 beendet ist. Die Kosten werden insgesamt umgerechnet 354 Millionen Euro betragen. Neben dem Stadion mit der dazugehörigen Infrastruktur werden im Gebiet mehrere Trainigsbasen in Cranz und Neukuhren sowie bei Neuhausen entstehen.            

Jurij Tschernyschew

Veröffentlicht am 17.12.2013
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