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Freitag, 24. November 2017

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Verbindungsbüros in Ostpreußen

Seit Juni 2011 betreibt die Landsmannschaft Ostpreußen in Allenstein ein eigenes Verbindungsbüro für das Ermland und Masuren. Es hat die Aufgabe, die deutschen Vereine im polnischen Teil Ostpreußens zu betreuen und eigene Projekte durchzuführen. Zudem dient es als Relaistation für einen fortwährenden Meinungsaustausch zwischen den Selbstverwaltungsorganen der heutigen Gebietskörperschaften und den landsmannschaftlichen Vertretern.

www.ostpreussenportal.pl

Ein weiteres Verbindungsbüro der Landsmannschaft Ostpreußen besteht im Simon-Dach-Haus in Memel.

www.sdh.lt

Nachwuchs für den Volkstanz

Sie fanden viel Freude an den Tanzfolgen: Teilnehmer der fünften Tanzwerkstatt Bild: E.G.

Mit mehr Schwung in Masuren – LO veranstaltete zum fünften Mal eine Tanzwerkstatt im südostpreußischen Heilsberg

Zum fünften Mal organisierte Edyta Gładkowska, die Vertreterin der Landsmannschaft Ostpreußen in Allenstein, eine Tanzwerkstatt für Kinder und Jugendliche der Deutschen Minderheit im südlichen Ostpreußen. Vom 4. bis 6. November war das Hotel Górecki in Heilsberg Zentrum der ostpreußischen Volkstänze.

Zur fünften Volkstanzwerkstatt der Landsmannschaft Ostpreußen waren insgesamt 50 Kinder und Jugendliche mit ihren Betreuern gekommen. „Wir haben die erste integrative Einheit am Freitagabend genutzt, um die Tänzerinnen und Tänzer in zwei Altersgruppen zu teilen. Dadurch war ein gezielteres Arbeiten möglich“, erklärt Edyta Gładkowska. Die älteren Teilnehmer trainierten mit Bartosz Andrulewicz, dem Choreographen der Volkstanzgruppe „Perła Warmii“ (Perle des Ermlands) aus Heilsberg, im unteren Saal des Hotels Górecki, die jüngeren im oberen mit Paweł Sadowski von derselben Gruppe, der bereits vor einem Jahr eine Gruppe geleitet hatte. Während bei den Jüngeren Tanzspiele sowie Wissen zu und erste Erfahrungen mit ermländischen Volkstänzen auf dem Programm standen, arbeiteten die Älteren mit Akkordeonbegleitung zu masurischen Weisen. „Die Tänze aus Masuren sind grundsätzlich ähnlich wie die ermländischen, denn sie sind eine Familie, aber sie sind anstrengender, weil die Schritte mehr gesprungen werden, es ist mehr Schwung dabei“, erklärt Bartosz Andrulewicz, „vielleicht haben die wohlhabenden Ermländer die Tänze aber auch nur gesetzter interpretiert als die etwas ärmeren Masuren“. Dieser Unterschied habe sich auch auf die Tanzkapellen ausgewirkt, so der Choreograph, eine „große“ Instrumentierung wie im Ermland war in Masuren seltener anzutreffen und die Musiker waren eher Amateure. Dieses Hintergrundwissen wurde den jungen Menschen ebenso mitgegeben wie typische Schrittfolgen, bekannte Tänze und Erläuterungen zu den regionalen Trachten.
Zwei Grundlagen waren wichtig bei der Werkstatt: Disziplin während der Trainingszeit, um die Zeit intensiv zu nutzen, und Freude am Tanzen. Disziplin waren die meisten der Teilnehmer aus dem Training bei der Gruppe „Saga“, der Gesellschaft der Deutschen Minderheit in Bartenstein, und der Gruppe „Mała Warmia“ (Kleines Ermland) bei der Schule in Groß Lemkendorf [Lamkowo] gewohnt, und die Freude brachten sie alle mit, von den Jüngsten, Siebenjährigen, bis zum Studenten. Selbst in den Pausen fanden sie noch Energie für Wiederholungen. Denn sie wollten so viele Impulse wie möglich aus diesen Übungen mit anderen Trainern in ihren tänzerischen Alltag mitnehmen und dort umsetzen. „Es ist positiv für uns, wenn die Teilnehmer so eifrig dabei sind“, sagt Paweł Sadowski, „das erleichtert die Arbeit. Wir müssen sie nur beim Thema halten.“
Die Betreuer der Gruppen freuen sich gerade über die jüngeren Teilnehmer. „Es ist schön, dass diese Kinder hier sind – darunter viele Jungen. Wenn wir ihnen hier Spaß bieten, haben wir wieder guten Nachwuchs“, sagt Danuta Niewegłowska, die Leiterin von „Saga“. Ihre Tochter Dorota Cieklinska, die die Gruppe trainiert, ergänzt: „Dann brauchen wir aber einige neue Westen für die Jungen. Die alten sind ihnen zu groß.“ Über die Kontakte der Bartensteiner Handarbeitsgruppe bei der Werkwoche der Landsmannschaft Ostpreußen ist dank Helga Ständecke bereits der Stoff dafür vor Ort, es fehlt nur noch das Geld für das Nähen – laut Dorota Cieklinska umgerechnet etwa 25 Euro pro Stück.
Die Werkstatt war dagegen für die Teilnehmer bis auf die in Eigenregie zu organisierende Anfahrt nach Heilsberg kostenfrei. Die finanziellen Mittel dafür hatte die Landsmannschaft Ostpreußen zur Verfügung gestellt.
    Uwe Hahnkamp

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