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Montag, 27. März 2017

Bildarchiv Ostpreußen

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Wissenschaft

Gustav Robert Kirchhoff, Fritz Albert Lipmann, Emil von Behring

Vom Boden Ostpreußens gingen zahlreiche geistige Impulse hinaus in die Welt, die die Natur- und Geisteswissenschaften, die Literatur und die bildende Kunst tief beeinflusst haben.
Diese schöpferischen Kräfte sind das Geschenk Ostpreußens an Europa und die Welt. An der Spitze der Naturwissenschaftler stehen drei Astronomen, deren Wirken bahnbrechend für alle Zukunft war.

Der in Thorn geborene Nicolaus Copernicus (1473–1543), Domherr in Frauenburg, schuf ein neues Weltbild mit der Sonne als Mittelpunkt des Planetensystems. Der Leiter der Königsberger Sternwarte, Friedrich Wilhelm Bessel (1784 –1846), bewies mit seinen Messungen über den Umlauf der Erde um die Sonne die Richtigkeit der Erkenntnisse des Copernicus. Ferner bestimmte er die Standorte von 75.000 Sternen. Sein Schüler Friedrich Wilhelm Argelander (1799–1875) legte in einem Katalog die Standorte von über 300.000 Sternen fest. Gustav Robert Kirchhoff (1824–1887) erforschte das Sonnenspektrum und entdeckte die Spektralanalyse. David Hilbert (1862–1943) ist der Begründer der modernen Mathematik und war der Wegbereiter Einsteins.

Drei Naturwissenschaftler wurden mit dem Nobelpreis ausgezeichnet: Emil von Behring (1854–1917), Entdecker des Diphterie-Serums, der Physiker Wilhelm Wien (1864–1928), dessen Arbeiten eine Grundlage für die Raumfahrt schufen und Fritz Albert Lipmann (1899–1986), Erforscher der Enzyme.

Kunst und Kultur

Immanuel Kant

Es gibt kaum einen anderen Denker, der die abendländische Philosophie so nachhaltig beeinflusst hat wie Immanuel Kant (1724 –1804). Die Klarheit seiner kritischen Philosophie befruchtete nicht nur die Erkenntniswelt anderer Denker, sondern auch die schöpferisch Tätigen in der Kultur und der Politik. Hohe, wenngleich doch vor allem zeitgebundene Bedeutung, kommt Johann Georg Hamann (1730–1788) zu, welcher der Theologie, der Philosophie und der Literatur seiner Zeit positive Denkanstöße gab. Eine weitere Größe dieser Epoche war Johann Gottfried Herder (1744–1803), Mentor Goethes und Begründer des Volkstumsgedankens.

Groß ist die Reihe der Persönlichkeiten, die sich literarischen Ruhm erwarben: E.T. A. Hoffmann (1776–1822), Hermann Sudermann (1857 –1928), Arno Holz (1863 –1929), Agnes Miegel (1879–1964), Paul Fechter (1880 –1958) und Ernst Wiechert (1887–1950) sind die bedeutendsten unter ihnen.

Die führenden Vertreter der bildenden Kunst sind Lovis Corinth (1858–1925) und Käthe Kollwitz (1867–1945). Ihre Werke hatten großen Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen in Ostpreußen und in Deutschland.

Im Reiche der Musik sind es Otto Nicolai (1810 –1849), Komponist der Oper "Die lustigen Weiber von Windsor", und Walter Kollo (1878 –1940), Komponist zahlreicher Operetten und Meister der leichten Muse, die ihre Werke weit über die Grenzen Ostpreußens hinaustrugen.

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